Champions-League
Aubameyang wegen Mailand nicht gegen Lissabon

So, als wäre nicht gewesen: Dortmunds Trainer Thomas Tuchel (rechts) schaut dem am Vortag ausgemusterten Pierre-Emerick Aubameyang beim Training zu. Bild: dpa

Dortmund. Als wäre nichts gewesen. In gewohnt lockerer Manier drehte Pierre-Emerick Aubameyang am Morgen danach seine Trainingsrunden und scherzte mit den Dortmunder Teamkollegen. Doch die überraschende Suspendierung des Torjägers beim 1:0 (1:0) in der Champions-League über Sporting Lissabon bestimmte weiter die Schlagzeilen. Eine unerlaubte Reise nach Mailand war dem Vernehmen nach der Grund für sein Fehlen. Wie die Vereinsführung verweigerte auch Thomas Tuchel konkrete Aussagen zu dem Thema. Allerdings deutete der BVB-Trainer an, dass es eine disziplinarische Maßnahme war: "Wir hatten keine andere Wahl. Wenn konsequent, dann konsequent."

Möglicherweise wurde dem für seine exzentrischen Auftritte bekannten Aubameyang ein Foto zum Verhängnis, das ein Freund am Montag in einem Sozialen Netzwerk gepostet hatte. Darauf ist der BVB-Profi neben seinen Brüdern in Mailand und neben einem Privatjet auf dem Flughafen Malpensa zu sehen. Vereinsführung und Trainer verspürten jedoch wenig Lust, zur Aufklärung beizutragen. "Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, ihr könnt spekulieren, wie ihr wollt", antwortete Sportdirektor Michael Zorc auf entsprechende Nachfragen.

Allerdings trugen die Dortmunder mit ihren nebulösen Erklärungen ("interne Gründe") zum Tohuwabohu um Aubameyang bei. Nicht zuletzt deshalb wurde der eigentlich bemerkenswerte sportliche Erfolg des Teams nur als Randaspekt wahrgenommen. "Es ist eine klasse Leistung, in dieser Gruppe nach vier Spielen schon im Achtelfinale zu stehen", lobte Zorc den Auftritt gegen Lissabon am Mittwochabend.

Dass der BVB Aubameyang mittelfristig wieder auf dem Platz benötigt, wissen natürlich auch die Verantwortlichen. "Am Wochenende gegen den HSV steht er wieder im Kader", kommentierte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke denn auch. Ähnlich äußerte sich Tuchel: "Das ist kein Warnschuss und keine Maßnahme, von der wir uns etwas erhoffen. Es war eine Maßnahme, die mit diesem Spiel beendet ist."
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