Champions-League
Gladbach geht auf der Insel unter

Der deutsche Nationalspieler Ilkay Gündogan (rechts) feierte nach langer Verletzungspause sein Debüt bei Manchester City. Bild: dpa

Manchester. Chancenlos gegen Ex-Bayern-Coach Pep Guardiola, das Manchester-City-Starensemble und speziell Sergio Agüero: Einen Tag nach der Absage wegen eines heftigen Unwetters ging Borussia Mönchengladbach im beeindruckenden Offensivpressing der Citizens beim 0:4 (0:2) durch drei Agüero-Tore unter. Damit hat sich die schwierige Champions-League-Dienstreise der Fußball-Elf vom Niederrhein endgültig zum Negativerlebnis wie 2015/16 entwickelt - und der Druck vor dem Heimspiel am 28. September gegen den FC Barcelona ist groß.

Dreierpack von Agüero


"Der Wucht und der Klasse des Gegners waren wir nicht gewachsen", konstatierte Trainer André Schubert. Sergio Agüero machte es dem fünfmaligen deutschen Meister am Mittwochabend vor nur etwa 40 000 Zuschauern besonders schwer. Der 28 Jahre alte argentinische Star-Angreifer sorgte in seinem 78. Europacupspiel in der 9. Minute aus kurzer Entfernung für das 1:0, legte in der 28. Minute per Foulelfmeter seinen 46. Treffer in einem Europapokalmatch nach und machte mit dem 3:0 (77.) alles klar. Den Schlusspunkt setzte Kelechi Iheanacho (90.+1).

"Sie haben uns in allen Belangen geschlagen", resümierte Torwart Yann Sommer und sprach von einer "Lehrstunde". "Sie waren stabiler und aggressiver. Vielleicht hat uns der Mut gefehlt, so kannst du nicht gewinnen." Die Vorkommnisse vom Vortag hätten keine Rolle gespielt. "Das Wetter wollte nicht, darauf mussten wir uns anpassen."

Die geplanten Sicherungsmaßnahmen von Schubert kippten früh. Der 45-Jährige ließ mit einer 3-4-3-Variante agieren. Die Dreier-Abwehrkette mit Nico Elvedi, Andreas Christensen und Tobias Strobl konnte sich der Angriffe des viermaligen englischen Meisters aber nicht lange erfolgreich erwehren.

Erhebliche Probleme


Am Dienstag war die Begegnung wegen eines heftigen Unwetters über Manchester um 24 Stunden verschoben worden. Team und Anhang bekamen dadurch erhebliche Planungsprobleme. So wurde der Rückflug der Mannschaft - direkt nach Mönchengladbach - nun auf Donnerstag (11.30 Uhr MESZ) verschoben. Um 14.00 Uhr war Training angesetzt.

Nur noch 300 Fans


Viele Fans konnten nicht mehr umdisponieren und verpassten den zweiten Versuch. Von den ursprünglich rund 1600 waren nur etwa 300 übrig geblieben und wurden von Borussia-Sportdirektor Max Eberl kurz vor der Partie teilweise per Handschlag persönlich willkommen geheißen. Nicht genutzte Tickets werden von der Borussia erstattet.
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