Champions-League
Leverkusen gibt Sieg leichtfertig aus der Hand

Leverkusen. Trotz eines Blitzstarts mit zwei frühen Toren hat Bayer Leverkusen zum Auftakt der Champions-League einen Sieg verpasst. Der Fußball-Bundesligist musste sich am Mittwochabend gegen den russischen Meister ZSKA Moskau mit einem enttäuschenden 2:2 (2:2)-Remis begnügen. Die schnellen Treffer von Admir Mehmedi (9. Minute) und Hakan Calhanoglu (15.) reichten Bayer nicht für den angestrebten ersten Erfolg in der Vorrundengruppe E, in der Englands Topclub Tottenham Hotspur und die AS Monaco die weiteren Gegner sind. Binnen drei Minuten brachten Alan Dsagojew (36.) und Roman Eremenko (38.) Moskau zurück in die bis dato einseitige Partie.

Stark nachgelassen


So überlegen die Leverkusener angefangen hatten, so stark ließen sie Ende der ersten Halbzeit ohne ersichtlichen Grund nach. Den zu diesem Zeitpunkt gefühlt schon geschlagenen Russen reichten zwei simple Aktionen, um für Stille in der mit 23 459 Zuschauern besetzten Arena zu sorgen. Die Stimmung besserte sich bis zum Ende kaum noch.

Dabei ging es für Bayer wie gewünscht los. Die Werkself war deutlich spielbestimmend, führte schon nach einer Viertelstunde mit zwei Treffern. Mehmedi versenkte den Ball mit rechts im langen Eck, kurz darauf legte Calhanoglu nach. Über Kevin Kampl kam der Ball zu dem Türken, dessen Linksschuss abgefälscht im Moskauer Tor landete.

Entscheidung verpasst


Mit der klaren Führung im Rücken spielten die Leverkusener dominant und kontrollierten die Partie scheinbar nach Belieben. Weitere gute Chancen durch Olympia-Silbermedaillengewinner Julian Brandt (19.), Mehmedi (23./36.) und Wendell (27.) waren da, blieben aber ungenutzt.

Die Gäste ließen lange Zeit nicht ansatzweise ihre Gefahr aufblitzen - ehe Dsagojew aus dem Nichts verkürzte. Nach einer Hereingabe lief der Mittelfeldprofi Nationalspieler Jonathan Tah davon und spitzelte den Ball an Keeper Bernd Leno vorbei ins Tor. Doch damit nicht genug: Die Leverkusener schienen den Anschlusstreffer noch gar nicht richtig realisiert zu haben, da kassierten sie prompt den Ausgleich. Eine Kombination mit Lacina Traoré schloss der über halbrechts in den Strafraum gestürmte Eremenko mit einem Flachschuss zum 2:2 ab.
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