Champions-League-Quali
Gladbachs Jagd nach dem Jackpot

So ein Bild wollen die Gladbach-Fans auch am Mittwoch sehen: Jubelnde Borussen, niedergeschlagene Berner. Die Gladbacher haben beste Chancen auf die Gruppenphase der Champions-League. Bild: dpa

Den Hinspielsieg von Bern vergolden und mit Selbstvertrauen dem Bundesligastart gegen Bayer Leverkusen am Samstag entgegenblicken: Borussia Mönchengladbach kann die Grundlage für eine perfekte Woche legen.

Mönchengladbach. (dpa) Nach dem erfolgreichen Auftritt in Bern und der Qualifikation für die nächste Runde im DFB-Pokal kann Borussia Mönchengladbach nun auch den Millionen-Jackpot in der Champions-League knacken. "Wir hatten jetzt zwei Spiele in der neuen Saison und beide haben wir gewonnen. Das ist gut. Jetzt wollen wir gegen Bern vergolden, was wir uns erarbeitet haben", sagte Sportdirektor Max Eberl vor dem Playoff-Rückspiel gegen Young Boys Bern am Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF). "Wir wollen alle in die Champions-League und diese Hymne hören", sagte Trainer André Schubert am Dienstag.

Mit dem 3:1-Vorsprung aus dem Hinspiel haben die Gladbacher zwar eine komfortable Ausgangsposition. Doch die eigene Geschichte zeigt, wie eng es auch mit diesem eigentlich beruhigenden Resultat noch werden kann. 2012 verlor der Bundesligist sein Heimspiel in den Playoffs gegen Dynamo Kiew mit 1:3 und hätte beim 2:1-Sieg im Rückspiel beinahe noch die Wende geschafft.

"Schiefgehen kann alles, das passiert ständig. Wir können uns konzentriert vorbereiten und versuchen, die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass diese Dinge nicht eintreten. Dementsprechend bereiten wir uns mit aller Konsequenz auf das Spiel vor", betonte Schubert. Die Borussen sind aber gewarnt. "Bern wird noch mal nach dem letzten Strohhalm greifen wollen und alles dafür tun, das Blatt noch zu wenden", meinte Kapitän Lars Stindl.

Das soll unter anderem Yann Sommer verhindern. Der Torhüter hatte nach seiner Verletzung am Sprunggelenk im Hinspiel leichte Probleme auf dem Berner Kunstrasen und wurde im Pokalspiel dafür am Samstag bei der SV Drochtersen/Assel geschont. "Nach dem Spiel in Bern hat mein Fuß eine kleine Reaktion gezeigt. Aber jetzt ist alles wieder gut und ich bin bereit", sagte der Keeper.

Personell hat Schubert ansonsten viele Möglichkeiten. Bis auf Josip Drmic, Alvaro Dominguez, Marvin Schulz und Mamadou Doucouré stehen dem Borussen-Coach alle Spieler zur Verfügung. Schon im mit 1:0 denkbar knapp gewonnen Pokalspiel hatte der Trainer seine Startformation auf sieben Positionen verändert. Spieler wie Jannik Vestergaard, Patrick Herrmann oder André Hahn, die in Bern allesamt auf der Bank saßen und im Pokal von Beginn an spielen durften, hoffen auf den Verbleib in der Startelf.
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