Chronologie des juristischen Kampfes von Claudia Pechstein
Hintergrund

8. Februar 2009: Pechstein tritt zum zweiten Wettkampftag bei der Mehrkampf-WM in Hamar nicht mehr an. Als Grund gibt sie einen fiebrigen Infekt an. Tatsächlich haben sie ISU-Verantwortliche über auffällige Retikulozyten-Werte informiert.

3. Juli: Fünf Monate nach der WM sperrt die Internationale Eislauf-Union ISU Pechstein wegen auffälliger Blutwerte ohne positiven Dopingbefund.

22. Juli: Anwalt Simon Bergmann legt beim Internationalen Sportgerichtshof CAS Berufung gegen die Sperre ein.

25. November: Der CAS bestätigt Pechsteins Sperre durch die ISU.

7. Dezember: Pechsteins Anwälte stellen Eilantrag beim Schweizer Bundesgericht, um einen Start beim Weltcup in Salt Lake City zu erwirken. Das Gericht nimmt den Eilantrag an. Pechstein darf wieder starten.

26. Januar 2010: Das Schweizer Bundesgericht lehnt einen Eilantrag Pechsteins ab und verhindert ihren sechsten Olympia-Start bei den Winterspielen in Vancouver.

11. März : Führende Blut-Experten legen neue Erkenntnisse vor, die Pechstein entlasten sollen. Demnach ist eine vererbte Anomalie für die auffälligen Blutwerte verantwortlich.

13. September: Pechsteins Management bestätigt, dass die Athletin einen Nervenzusammenbruch erlitten hat und sich in psychologische Behandlung begeben musste.

6. Februar 2011: Der Münchner Professor Stefan Eber legt als Spezialist für vererbte Blutanomalien einen Befund vor, wonach Pechsteins Blutwerte auf eine vom Vater geerbte Anomalie zurückzuführen sind.

12. Februar: Vier Tage nach Ablauf ihrer Sperre wird Pechstein für ihr gelungenes Comeback vom Erfurter Publikum gefeiert.

13. März: Bei der WM in Inzell erkämpft sie Bronzemedaillen über 5000 Meter und im Teamrennen.

14. September: Wegen weiterhin überhöhter Blutwerte erstattet Pechstein Selbstanzeige. Sie will die ISU zwingen, Fehler einzugestehen.

25. März 2012: Auch bei der WM 2012 erkämpft die Berlinerin über 5000 Meter eine Bronzemedaille.

28. Dezember: Pechsteins Anwälte reichen beim Landgericht München I Klage gegen ISU und DESG ein.

Februar 2014: In Sotschi verpasst Pechstein mit 41 Jahren über 3000 und 5000 Meter als Vierte und Fünfte knapp die angestrebte zehnte Medaille.

26. Februar: Im Prozess vor dem Landgericht München I erhält Pechstein keinen Cent Schadenersatz. Doch erklärt das Gericht die unter Zwang geschlossenen Schiedsvereinbarungen für unwirksam.

6. November: Das Oberlandesgericht München äußert deutliche Zweifel an der Wirksamkeit der Sportgerichtsbarkeit und deutet an, dass die Klage von Pechstein am 15. Januar angenommen werden könnte.

15. Januar 2015: Das OLG München verkündet sein Urteil.

Fußball-Testspiele

Freiburg - Skënderbeu Korça 0:1 1. FC Köln II - FSV Frankfurt 1:0 Greuther Fürth - Jahn 2:1 RB Leipzig - Goslarer SC 2:0 FSV Mainz - SC Freiburg 0:1 Wolfsburg - Ajax Cape Town 4:1 Hannover - Istanb. Basaksehir 0:0 Sandhausen - VfR Mannheim 4:1
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