Club: Keine Entlastung für den Vorstand

Fußball-Zweitligist 1. FC Nürnberg hat für die abgelaufene Saison rote Zahlen präsentiert und muss nun kräftig sparen. Bei einer hitzigen Jahreshauptversammlung verweigerten die Mitglieder den beiden inzwischen geschassten Vorständen Martin Bader und Ralf Woy am Sonntag sogar die Entlastung. Nach dem schmerzhaften Bundesliga-Abstieg 2014 beschlossen die Franken die enttäuschende erste Zweitliga-Saison obendrein mit einem Minus von 2,1 Millionen Euro nach Steuern, wie Finanzvorstand Michael Meeske mitteilte. Im Vorjahr hatte es noch einen Überschuss von 400 000 Euro gegeben. Der nicht durch Vereinsvermögen gedeckte Fehlbetrag summierte sich nun auf 3,2 Millionen Euro.

Nur 521 der abstimmenden Mitglieder votierten für eine Entlastung der Führungsriege, 738 dagegen. Der zuletzt harsch kritisierte Sportvorstand Bader hatte die Franken zum Oktober verlassen. Von Finanzvorstand Woy hatte sich der Club bereits im Februar getrennt.

Mario Hamm hatte dessen Amt interimsweise übernommen, bis Meeske ihm im September nachfolgte. Er bildet zusammen mit Sportvorstand Andreas Bornemann die neue Führungsriege des Traditionsvereins. In den Aufsichtsrat wurden unter anderem Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD), der Unternehmer Hanns-Thomas Schamel und Christian Ehrenberg gewählt. Stefan Geppert aus Neustadt/WN, der ebenfalls auf der 12 Kandidaten umfassenden Liste stand, wurde nicht in das Gremium gewählt. Der Umsatz beim Club brach im Vorjahresvergleich um 17,2 Millionen Euro auf 47,2 Millionen Euro ein.
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