Club ohne Mumm

Der Frankfurter Vincenzo Grifo (Nummer 32) hat abgezogen, Nürnbergs Torhüter Patrick Rakovsky reagiert zu spät und kommt nicht mehr an den Ball. Die Nürnberger enttäuschten in Frankfurt und verloren mit 1:2. Bild: dpa

Das hatte sich nicht nur Trainer Weiler anders vorgestellt. Statt eine Aufholjagd zu beginnen, erleidet der Club einen Rückschlag im ersten Punktspiel nach der Winterpause.

Der 1. FC Nürnberg hat beim Neustart der 2. Fußball-Bundesliga eine herbe Enttäuschung erlebt. Der Club unterlag am Sonntag beim Abstiegskandidaten FSV Frankfurt mit 1:2 (1:1). Die Reaktionen fielen entsprechend aus. "Das hatten wir uns anders vorgestellt", kommentierte FCN-Trainer René Weiler, der dem Gastgeber einen "verdienten Sieg" attestieren musste. "Die Niederlage ist sehr ärgerlich", klagte auch Neuzugang Sebastian Kerk.

Vor 9152 Zuschauern erzielte Frankfurts albanischer Nationalspieler Odise Roshi den Führungstreffer (21.). Even Hovland konnte nach einem Eckball von Kerk ausgleichen (41.). Für den Endstand sorgte Vincenzo Grifo (60.). Der Club enttäuschte offensiv, hinzu kam fehlende Kampfkraft. "Die Partie wurde über die Zweikämpfe geführt. Da hat Frankfurt besser agiert", haderte Weiler. Bis zur 21. Minute hatte sich keine Mannschaft Torchancen erspielt. Dann patzte Nürnbergs Abwehrspieler Javier Pinola bei einer Flanke von Frankfurts Marc-André Kruska und ermöglichte Roshi den Führungstreffer. Noch vor der Halbzeitpause erzielte der norwegische Nationalspieler Hovland den überraschenden Ausgleich, bezeichnenderweise für das schwache Nürnberger Angriffsspiel durch eine Standardsituation.

Den entscheidenden Schlusspunkt setzten die auch in der zweiten Hälfte überzeugenderen Frankfurter mit einem sehenswerten Distanzschuss von Grifo aus 22 Metern. "Das 1:2 fiel quasi aus dem Nichts. Dann haben uns leider die spielerischen Lösungen gefehlt, um das zweite Tor zu erzielen", meinte Jürgen Mössmer.
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