Club-Sieg im Krisenduell

Erleichterung beim 1. FC Nürnberg. Mit dem 2:1-Sieg gegen den TSV 1860 München konnte sich der Club etwas aus der Gefahrenzone absetzen. Hier jubeln die Nürnberger Spieler über den 1:0-Führungstreffer von Alessandro Schöpf (Dritter von links). Bild: dpa

Der 1. FC Nürnberg darf im Abstiegskampf der 2. Liga etwas aufatmen, 1860 München dagegen muss sich vom nächsten Rückschlag erholen. In einer intensiven Partie hatten die Franken das glücklichere Ende für sich - auch weil der TSV lange in Unterzahl spielen musste.

Der 1. FC Nürnberg hat das fränkisch-bayerische Krisenduell der 2. Fußball-Bundesliga gegen 1860 München gewonnen und darf im Abstiegskampf erst einmal aufatmen. Der Club setzte sich am Montag 2:1 (2:1) durch. Der starke Alessandro Schöpf (14. Minute) und Jakub Sylvestr (17.) erzielten die Tore für die Hausherren, die auf Tabellenplatz zwölf kletterten und nun fünf Punkte Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsrang haben. Dort stehen die Löwen nach ihrer neunten Saisonniederlage. Ein Eigentor von FCN-Profi Jürgen Mössmer (28.) war zu wenig für den TSV, der nach der Gelb-Roten Karte gegen Martin Angha (58.) mehr als eine halbe Stunde in Unterzahl spielte.

"Wir haben das heute als Mannschaft sehr gut gemacht", sagte Matchwinner Schöpf. "Wir haben hinten eigentlich wenig zugelassen und schnell nach vorne gespielt." 1860-Trainer Markus von Ahlen haderte dagegen mit den beiden Gegentoren und dem Platzverweis: "Wir haben gefühlt mit den ersten zwei Torschüssen der Nürnberger das 0:2 kassiert. Dann ist uns der Anschlusstreffer gelungen, und wir haben trotz der Roten Karte alles versucht. Aber es ist schwer, in Unterzahl dem Rückstand hinterherzulaufen."

Vor 31 079 Zuschauern begannen beide Teams unerwartet forsch und mit Zug zum Tor - und das, obwohl sowohl den Franken als auch dem TSV in der Startelf wichtige Stürmer fehlten. Während Daniel Candeias bei den Gastgebern angeschlagen auf der Ersatzbank Platz nahm und erst nach der Pause eingewechselt wurde, mussten die "Löwen" wegen eines Infekts auf Rubin Okotie verzichten, ihren torgefährlichsten Profi.

Trotz des Ausfalls des zehnmaligen Torschützen gehörten die ersten Offensivaktionen den Sechzigern: Marius Wolf scheiterte nach wenigen Sekunden an Torwart Patrick Rakovsky und schoss dann am Tor vorbei (4.). "Ich muss ehrlich sagen, in den ersten Minuten haben wir Glück gehabt, kein Tor zu kassieren", sagte Nürnbergs Trainer René Weiler, der in seinem zweiten Heimspiel den zweiten Sieg feierte.

Bedanken konnte er sich bei Schöpf, der nach einer Viertelstunde groß auftrumpfte: Zunächst dribbelte er sich im Strafraum sehenswert frei und schloss mit einem Schuss in die kurze Ecke ab. Drei Minuten später legte der Spielmacher bei einem Konter für Sylvestr auf.

Schöpf (19.) und Ondrej Celustka (27.) hatten die Vorentscheidung auf dem Fuß, ehe FCN-Verteidiger Mössmer eine scharfe Hereingabe von Maximilian Wittek mit der Brust ins eigene Tor beförderte.

Die Sechziger waren mit sieben Niederlagen aus den vergangenen zehn Partien nach Nürnberg angereist, und nach dem Platzverweis für Angha nahm der nächste Rückschlag Formen an. Dem früheren Nürnberger wurden zwei Fouls zum Verhängnis - eine etwas harte Entscheidung. In Überzahl brachten die Nürnberger den Sieg clever über die Zeit.
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