Club-Spieler Danny Blum bei den Fans in Leuchtenberg: Neuzugang nach langer Leidenszeit vor ...
"Vielleicht schaffen wir es ja doch noch"

Danny Blum. Bild: fz
Leuchtenberg. (mr) Großer Pechvogel, aber auch irgendwie kleiner Glückspilz: Vor der Saison kam Danny Blum (23) vom SV Sandhausen zum 1. FC Nürnberg. Der Stürmer, der von der U 16 bis U 20 alle Auswahlmannschaften des DFB durchlaufen hat, wollte in Nürnberg groß durchstarten. Und dann erlitt er, der kurz vorher in Nürnberg einen Zweijahresvertrag unterschrieben hatte, Mitte Juli in einem Testspiel einen schweren Knorpelschaden.

Der gebürtige Frankenthaler fehlt immer noch - und kann somit auch nicht für den schwachen Start der Nürnberger in der zweiten Liga mitverantwortlich gemacht werden. Deswegen war es auch gar keine so schlechte Wahl der FCN-Bosse, dass in aufgewühlten Zeiten der unbelastete Blum am Samstag das 30-jährige Jubiläum des FCN-Fanverbands Ostbayern in Leuchtenberg (Kreis Neustadt/WN) besuchte. Dabei stellte er sich auch einigen Fragen unserer Zeitung.

Danny, die Diagnose im Juli war fürchterlich. Was war alles kaputt?

Blum: Ich hatte einen Knorpelschaden, zudem ist ein Stück Knochen aus dem Kniegelenk herausgebrochen. Ich wurde operiert, das Stück wurde fixiert. Wichtig ist, dass über die Stelle Knorpel drüber wächst. Ich bin jetzt seit drei Monaten verletzt. Mittlerweile bin ich auf einem guten Weg. Ich werde in wenigen Tagen wieder ins Mannschaftstraining zurückkehren.

Wann hoffen Sie auf Ihren ersten Einsatz für den Club?

Blum: Ich werde jetzt Teile des Mannschaftstrainings mitmachen und einiges mit dem Fitnesstrainer im Einzeltraining machen. Ich habe schon noch einiges aufzuarbeiten. Aber ich denke, in drei Wochen bin ich wieder voll einsatzfähig.

Wie fühlt man sich als verletzter Spieler, wenn man gerade in schweren Zeiten von draußen nur zusehen kann?

Blum: Für einen Spieler ist es verdammt schwer, wenn du nicht helfen kannst. Dass die Fans unruhig werden, ist für Nürnberg ganz normal. Es war wichtig, dass der Trainer ruhig geblieben ist und diszipliniert mit der Mannschaft weiter gearbeitet hat. Nur so kann man wieder Erfolge haben, wie in den beiden letzten Spielen.

Wie enttäuscht waren Sie selbst nach Ihrer Verletzung?

Blum: Ich hatte mir viel vorgenommen hier in Nürnberg. Ich wollte Stammspieler werden, wollte der Mannschaft helfen, schnell wieder nach oben zu kommen. Jetzt müssen wir wohl erst mal kleinere Schritte machen.

Ist der Aufstieg schon abgehakt?

Blum: Wie gesagt, ich denke wir sollten zunächst nur noch von Spiel zu Spiel denken. Im Winter kann man sich vielleicht ein neues Ziel vornehmen. Jetzt sollten wir nicht irgendwelche Ziele anstreben, die in weiter Ferne sind.

Wie ist der Kontakt zum Trainer, wenn man außer Gefecht ist?

Blum: Der Kontakt zum Trainer war immer sehr gut. Ich kam jedes Wochenende von Donaustauf, wo ich bei der Reha war, zurück nach Nürnberg. Ich habe mich dann immer intensiv mit dem Trainer ausgetauscht. Ich werde natürlich nicht gleich in der Startelf stehen. Am Anfang werde ich wohl so 15 bis 20 Minuten spielen. Im Winter greife ich dann voll an, wenn ich wieder die komplette Vorbereitung mitmachen kann.

Die Fans sind richtig sauer. Verständlich, oder?

Blum: Klar, die Fans hatten hohe Erwartungen. Ziel war ja der sofortige Wiederaufstieg. Jetzt haben doch einige gemerkt, dass man sich an den Spielstil der zweiten Liga erst einmal gewöhnen muss. Da geht es nicht um Schönspielerei, da muss man laufen, kämpfen, sich für die Mannschaft ins Zeug werfen.

Wann spielt der 1. FC Nürnberg wieder in der ersten Liga?

Blum: Das kann keiner garantieren, das weiß ich nicht. Vielleicht schaffen wir es ja doch noch, auch wenn es derzeit noch hapert. Klar ist, dass der Club definitiv in die erste Liga gehört. Ein Verein mit so viel Tradition muss in der höchsten Liga spielen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9311)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.