Däbritz einfach nur stolz

Nach dem spektakulären 10:0-Auftakt gegen die Elfenbeinküste steht für die DFB-Frauen bei der WM die Prüfung gegen Norwegen an. Gut möglich, dass dann Sara Däbritz wieder von der Bank kommt und trifft.

Saskia Bartusiak lächelt. Die deutsche Innenverteidigerin weiß sehr gut, dass nach dem spektakulären 10:0-Auftakt gegen die Elfenbeinküste die nächsten Aufgaben bei der Fußball-WM kniffliger werden. Kopfzerbrechen oder große Sorgen bereitet der 32 Jahre alten Frankfurterin das zweite Spiel am Donnerstag (22 Uhr MESZ/ARD) gegen Norwegen aber nicht, auch wenn es schon um den Gruppensieg und den Achtelfinal-Einzug geht. "Wir wissen, dass Norwegen ein ganz anderer Gegner ist. Es wird ein enges Match, ein Duell auf Augenhöhe. Aber wir gehen auch in dieses Spiel, um es zu gewinnen", sagt Bartusiak.

Angenehm unaufgeregt, klar analysierend und gewohnt souverän beantwortet die nach Torhüterin Nadine Angerer (36) zweitälteste Spielerin im Kader alle drängenden Fragen vor der mit Spannung erwarteten Neuauflage des EM-Endspiels von 2013. Neben ihr sitzt Sara Däbritz mit leuchtenden Augen auf dem Podium im DFB-Pressezentrum und bietet mit ihrer jugendlichen Unbekümmertheit das Kontrastprogramm zur abgeklärten Abwehrspielerin. Anders als für Bartusiak ist für Däbritz, die aus Ebermannsdorf (Kreis Amberg-Sulzbach) stammt, das WM-Turnier der "Großen" Neuland. Beim EM-Triumph vor zwei Jahren in Schweden war sie als 18-Jährige noch zum Lernen dabei. Nun gehört sie richtig dazu. "Ich bin einfach stolz, dass ich das alles miterleben kann. Dass ich mein erstes Länderspieltor bei einer WM geschossen habe, ist etwas ganz Besonderes. Es war natürlich ein schönes Gefühl", plapperte Däbritz, die eingewechselt worden war, sympathisch drauflos. Daher sei ihr Jubel nach dem Premieren-Treffer am Sonntag gegen die Afrikanerinnen wohl ungewöhnlich ausgelassen ausgefallen. Die 20-Jährige war ihrer ein Jahr älteren Teamkollegin Lena Petermann in die Arme gesprungen, die das Tor vorbereitet hatte.

Die Youngster kennen sich gut, denn im Vorjahr holten sie gemeinsam den WM-Titel der U20-Juniorinnen in Kanada. Folgt nun an selber Stelle der ganz große Coup?
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