Das Duell der Enttäuschenden

Ondrej Petrak (links) kehrt bei den Nürnbergern nach seiner Rotsperre in den Kader zurück, Ruben Okotie (rechts) kann dagegen für die sechziger im Bayern-Derby nicht auflaufen. Bild: dpa

So war das eigentlich nicht geplant: Wenn der 1. FC Nürnberg am Montagabend die Münchner "Löwen" empfängt, dann geht es nicht um die Tabellenspitze der 2. Bundesliga. Dann geht es darum, nicht noch weiter in den Tabellenkeller zu rutschen.

(dpa/mr) Fußball-Zweitligist TSV 1860 München muss auch im Bayern-Derby beim 1. FC Nürnberg am Montag (20.15 Uhr/Sport1) auf Torjäger Rubin Okotie verzichten. Der Österreicher, bei 14 Punktspieleinsätzen in dieser Saison schon zehn Mal erfolgreich, hat zwar anders als zuletzt keine größeren Kniebeschwerden mehr, ist aber stattdessen inzwischen erkrankt und muss deshalb passen. "Er hat einen Infekt und wird uns nicht zur Verfügung stehen", sagte Trainer Markus von Ahlen am Sonntag, einen Tag vor dem Aufeinandertreffen mit den Franken.

Damit fehlt Okotie auch in seiner alten Heimat: Von Sommer 2010 bis 2012 stand der mittlerweile 27-Jährige beim Club unter Vertrag, konnte sich aber nicht durchsetzen.

Beim FCN wird Verteidiger Ondrej Petrak nach abgesessener Rotsperre wieder zurückkehren. "Ich kann mir gut vorstellen, dass er wieder von Beginn an spielt", erklärte Club-Trainer René Weiler am Sonntag, "aber ich habe mich Stand jetzt noch nicht entschieden." Javier Pinola fehlt nach seiner Sperre dagegen weiterhin. Nach wie vor stehen Weiler auch die Verletzten Danny Blum, Timo Gebhart, Peniel Mlapa und Willi Evseev nicht zur Verfügung. Pinola wurde zuletzt in Braunschweig auf der linken Abwehrseite von Dave Bulthuis vertreten. Der Niederländer darf nach einer guten Leistung wohl erneut mit einem Platz in der Startelf rechnen.

Vor der Partie der beiden bisher enttäuschenden Mannschaften bat Nürnbergs Coach Weiler auch um Geduld: "Mir ist wichtig, dass man Fortschritte erkennen kann. Es wird noch nicht alles funktionieren, das braucht Zeit", betonte der Schweizer, der seit gut drei Wochen das Sagen hat.

Die Gastgeber liegen mit 17 Punkten derzeit auf Rang 14, die Sechziger stecken mit 15 Zählern auf dem Relegationsplatz 16 fest. Dennoch zieht dieses Derby immer noch: Der Club erwartet am Montagabend etwa 30 000 Zuschauer.
Weitere Beiträge zu den Themen: 12-2014 (6638)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.