Das war gar nichts!

So wie hier, Christian Fromm (rechts), hatten die Deutschen wenig Glück. Die Bulgaren standen immer richtig und gewannen am Ende deutlich mit 3:0. Bild: dpa

Die deutschen Volleyballer verpatzen ihren EM-Start komplett. Die Bulgaren düpieren den WM-Dritten mit 3:0. Der Druck auf Vital Heynens Mannschaft ist nun schon immens.

Die deutschen Volleyballer haben gleich zu Beginn ihrer Medaillenmission bei der Europameisterschaft eine Riesenenttäuschung erlebt. Nach einer völlig verunsicherten Vorstellung unterlag der WM-Dritte Co-Gastgeber Bulgarien in Sofia mit 0:3 (20:25, 17:25, 20:25).

Die Mannschaft von Bundestrainer Vital Heynen muss nach der heftigen Pleite den direkten Einzug ins Viertelfinale im Grunde schon abhaken. Nach der Klatsche gegen den nominell stärksten Kontrahenten in Gruppe A sind Siege gegen die Leichtgewichte Niederlande (Samstag/16.30 Uhr) und Tschechien (Sonntag/16.45 Uhr) absolute Pflicht.

Mit lauten "Buuuh"-Rufen wurden die Deutschen von mehr als 12 000 Fans in der Arena Armeec empfangen. Und Heynens Mannschaft ließ sich von der aufgeheizten Stimmung offensichtlich auch beeindrucken. Im ersten Satz klappte so gut wie nichts. Die Annahme funktionierte nicht, immer wieder landeten Aufschläge im Netz, und der Angriff kam auch nicht auf Touren. Stets liefen die Deutschen gegen einen keineswegs starken Weltranglisten-Siebten einem Rückstand hinterher.

Die Nervösität legte der EM-Sechste von 2013 auch danach nicht ab. Die Bulgaren schnappten sich selbst vermeintlich aussichtslose Bälle, agierten hochkonzentriert im Block und gingen auch im zweiten Durchgang mit 11:4 in Führung.

Grübelnd verfolgte Heynen den Auftritt seines verunsicherten Teams von der Seitenlinie. Beim Stand von 7:14 brachte der Belgier den bis dahin indisponierten Star-Diagonalangreifer Georg Grozer wieder ins Spiel - gegen die nun wie im Rausch agierenden Bulgaren war aber auch dies kein Mittel.

Immerhin verschliefen die Deutschen nicht den Auftakt im dritten Satz, doch jeder Punkt war hart erarbeitet und kostete damit Kraft. Trotzdem geriet Heynens Truppe mit 7:12 in Rückstand, später mit 13:19. Auch ein kurzer Zwischenspurt blieb erfolglos.
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