DEB-Auswahl unterliegt gegen die Schweiz mit 2:3
Verpatztes Debüt

Der Einstand von Marco Sturm als neuer Bundestrainer der Eishockey-Nationalmannschaft ist missglückt. Im ersten Spiel unter der Verantwortung des früheren NHL-Stars verlor seine Auswahl beim Deutschland Cup 2:3 (1:0, 0:2, 1:1) gegen die Schweiz. Dem Kölner Philip Gogulla gelang am Freitag in Augsburg mit dem ersten Tor in der Amtszeit von Sturm (18.) zwar die Führung. Doch der WM-Zweite von 2013 sicherte sich dank der Treffer von Simon Moser (25.), Gregory Hofmann (30.) und Lino Martschini (52.) den Erfolg und verpasste den Deutschen gleich zum Auftakt der Ära Sturm einen Dämpfer. Daryl Boyle (49.) hatte vor 4258 Zuschauern zwischenzeitlich zum 2:2 ausgeglichen.

Schon am Samstag (17.30 Uhr) steht die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) der Slowakei gegenüber, die im Auftaktspiel der USA 0:1 unterlag. Zum Abschluss trifft der Titelverteidiger am Sonntag auf das USA-Team (16.30 Uhr). Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes ist dabei jetzt unter Zugzwang - ein erfolgreiches Abschneiden beim Vier-Nationen-Turnier wäre wichtig für den Neuanfang.

Sturm hatte im Sommer überraschend als neuer Bundestrainer und Generalmanager in Personalunion das Sagen übernommen. Der 37-Jährige kann auf eine eindrucksvolle NHL-Karriere mit 1006 Partien zurückblicken. Trainer war er zuvor noch nie.

Dem deutschen Eishockey soll der frühere NHL-Star mit seinem prominenten Namen zu einem besseren Ruf verhelfen. Nach durchwachsenen Jahren unter Vorgänger Pat Cortina ist Sturm auch angetreten, um den Ambitionen von DEB-Präsident Franz Reindl gerecht zu werden. Reindl will bis 2026 bei den großen Turnieren um Medaillen mitspielen. "Wir brauchen Ziele", hatte Sturm der Deutschen Presse-Agentur gesagt. "Es ist noch ein langer, harter Weg."
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