DEB-Team bei der Eishockey-WM mit 2:4-Niederlage gegen Tschechien
Traum vom Viertelfinale dahin

Enttäuschung bei den deutschen Spielern nach der 2:4-Niederlage gegen Tschechien. Bild: dpa
Nach dem zerstörten Traum vom WM-Viertelfinale wollte Eishockey-Bundestrainer Pat Cortina vom Alptraum Abstieg nichts mehr wissen. "Wirklich, wir können noch absteigen?", fragte Cortina am Sonntag verblüfft nach dem 2:4 (1:1, 1:2, 0:1) in Prag gegen WM-Gastgeber Tschechien, das alle Chancen auf die erste Viertelfinalteilnahme seit 2011 beendete: "Das glaube ich nicht. Wir schauen nur nach vorne und wollen das Turnier unter den Top Ten beenden. Ich hoffe, meine Spieler sehen das genauso."

Vor seinem wahrscheinlich letzten Spiel als Bundestrainer am Montag gegen Österreich (16.15 Uhr/Sport 1) machte Cortina gar mögliche Motivationsprobleme seines Teams aus. "Das wird die größte Herausforderung", meinte der Italo-Kanadier, dessen Vertrag nach der vierten WM in Serie ohne Viertelfinale und der dritten unter seiner Verantwortung endet und wohl nicht verlängert wird.

Punkt gegen Österreich nötig

Dabei benötigt Deutschland gegen Österreich tatsächlich noch mindestens einen Punkt, um den unwahrscheinlichen Abstieg auch rechnerisch zu verhindern. "Wir müssen gewinnen, ganz einfach, wir spielen dann nicht nur auf einen Punkt", stellte Stürmer Patrick Reimer klar. Bei einer deutlichen Niederlage gegen Österreich müsste der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) im schlimmsten Fall noch bis Dienstagabend zittern und wäre von den anderen Ergebnissen abhängig. Am letzten Vorrundenspieltag der WM hat Deutschland spielfrei.

Mindestens ein Punkt wäre auch gegen den zwölfmaligen Weltmeister Tschechien möglich gewesen. Tore von Daniel Pietta (8. Minute) und Michael Wolf (24.) sowie eine erneut überzeugende Teamleistung reichten indes nicht für den ersten WM-Sieg seit acht Jahren gegen Tschechien. Die NHL-Legende Jaromir Jagr besiegelte mit seinem Treffer zum 4:2 (56.) die deutsche Niederlage. Zudem trafen Michal Vondrka (14.), Petr Koukal (26.) und Jakub Voracek (28.) für den WM-Gastgeber, der damit den Viertelfinaleinzug perfekt machte.
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