Der Boom in Franken

Erlangens Martin Stranovsky (Mitte) beim Sprungwurf gegen einen Magdeburger Abwehrspieler. Am Sonntag wollen die Franken in der Bundesliga gegen THW Kiel die ganz große Sensation schaffen. Bild: dpa

Für den HC Erlangen läuft es sportlich nicht gut, nach nur einer Saison in der Bundesliga droht der sofortige Abstieg. Dennoch wertet man die Spielzeit als großen Erfolg: In Franken ist der Handball-Boom ausgebrochen. Der Höhepunkt steht am Sonntag gegen Kiel an.

Nürnberg/Erlangen. (dpa) Die Tabellensituation ist kritisch, die Mannschaft steht nach einem Jahr in der Bundesliga vor dem Abstieg - und doch ist der Handball-Hype um den HC Erlangen größer denn je. Am Sonntag (15 Uhr) steht der kecke Liga-Neuling vor dem Höhepunkt seiner Premierensaison in der deutschen Belétage, wenn Rekordmeister und Titelfavorit THW Kiel nach Franken kommt. 8308 Zuschauer werden sich die Partie in der großen Nürnberger Multifunktionshalle nicht entgehen lassen, allen sportlichen Schwierigkeiten des HCE zum Trotz. Ungeachtet des Ausgangs des Duells à la David gegen Goliath und des Abstiegskampfes ist Erlangens Liga-Debüt eine Erfolgsgeschichte.

"Wir werden am Sonntag etwas erleben, was es in der Sportgeschichte der Stadt Erlangen noch nicht gegeben hat", frohlockte Manager Stefan Adam vor der Partie, die einen Rekord aufstellen soll: So viele Fans hätten in Bayern noch nie ein Bundesligamatch gesehen. Dafür wurden zwei Zusatztribünen errichtet. "Eine der größten Multifunktionshallen Deutschlands bis an den Rand zu füllen macht uns stolz und zeigt, dass sich vieles rund um den HCE auf dem richtigen Weg befindet."

Der Tabellenvorletzte trotzt den Schwierigkeiten im Kampf um den Klassenverbleib. Auch in dem Wissen, dass in den vergangenen Jahren kaum ein Aufstieger in der internationalen Topliga bestehen konnte.
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