Der Club ist wieder da

Der Nürnberger Guido Burgstaller (rechts), der sich hier gegen den Freiburger Marc-Oliver Kempf durchsetzt, brachte den Club mit 1:0 in Führung. Bild: dpa

Der 1. FC Nürnberg ist in der 2. Bundesliga weiter das Team der Stunde. Die Franken bezwangen Absteiger Freiburg, der die Tabellenführung abgeben muss. Mit diesem Schwung soll auch ein Pokal-"Coup" gegen den Bundesligadritten Hertha BSC glücken.

Selbst der entthronte Spitzenreiter SC Freiburg konnte die Siegesserie der erfolgshungrigen Nürnberger nicht stoppen. Mit einem 2:1 (1:0) im Topspiel der 2. Fußball-Bundesliga verbesserten die Franken weiter ihre Aussichten im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga und erklommen zumindest für eine Nacht den Relegationsplatz. "Die Momentaufnahme ist natürlich super", erklärte Torschütze Guido Burgstaller nach dem vierten Sieg nacheinander. "Aber die Saison ist noch lang."

Bei einem Erfolg des FC St. Pauli am Montag auswärts gegen Arminia Bielefeld wäre Rang drei erstmal auch wieder weg. Für die Franken steht am Mittwoch mit dem Pokal-Achtelfinale gegen Hertha BSC der nächste Knaller an.

Vor 28 198 Zuschauern im Nürnberger Stadion brachte Burgstaller (14. Minute) die Gastgeber am Sonntag in Führung, Immanuel Höhn (64.) glückte der Ausgleich. Doch nur etwas mehr als eine Minute später lag der Ball wieder im Netz des Freiburger Tores. Der Freiburger Pechvogel Jonas Föhrenbach (65.) hatte nach einer Flanke mit einem Eigentor seinen eigenen Schlussmann überwunden. "Das war kein Knackpunkt, aber extrem unglücklich", sagte Gäste-Coach Christian Streich. Freiburg verlor die Tabellenspitze an RB Leipzig (3:1 gegen FSV Frankfurt), hat aber immer noch fünf Punkte Vorsprung auf die Franken.

"Ich glaube, dass wir verdient gewonnen haben", sagte der Österreicher Burgstaller nach seinem achten Saisontor. "Das 1:0 ist natürlich immer wegweisend", betonte FCN-Coach René Weiler. In der Folge spielte seine Elf zwar munter nach vorne, die besseren Chancen hatten aber die Gäste aus dem Breisgau. Nach der Pause schlugen die Gäste zu: Nach einer Ecke von Grifo verlängerte Stürmer Nils Petersen auf Höhn, der zum 1:1 ausglich. Nur eine Minute später gingen die Franken aber wieder in Führung. Eine Flanke von Laszlo Sepsi lenkte SCF-Verteidiger Föhrenbach unglücklich ins eigene Tor. "Es war ein komisches Spiel. Ich war eigentlich sehr zufrieden mit seiner Mannschaft. Wir sind gefühlt 90 Minuten angerannt, was in Nürnberg komisch ist", befand Streich.

Die Nürnberger sind damit seit neun Pflichtspielen ungeschlagen und haben als einziges Team in der 2. Bundesliga noch keine Partie im eigenen Stadion verloren. Noch in der Hinrunde unterlag der FCN bei den Breisgauern mit 3:6.
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