Der Deutsche Handballbund steckt in der Krise - Kritik am Vizepräsidenten
Brand attackiert Hanning

Heiner Brand ist sicher, dass bei Vizepräsident Bob Hanning die Eigeninteressen im Vordergrund stehen. Bild: dpa
Mit einer verbalen Breitseite gegen Vizepräsident Bob Hanning hat Weltmeister-Trainer Heiner Brand den Führungsstreit im Deutschen Handballbund (DHB) weiter verschärft. Brand warf dem Manager der Füchse Berlin vor, bei ihm stünden vor allem die Eigeninszenierungen im Vordergrund. Zudem machte sich Brand wenige Tage vor einem Krisentreffen für eine Rückkehr des zurückgetretenen Bernhard Bauer an die DHB-Spitze stark. "Dass der DHB so tief gespalten ist, basiert allein auf der Person von Bob Hanning. Es war vielen bekannt, dass er eine sehr narzisstische Persönlichkeitsausprägung hat", sagte Ex-Bundestrainer Brand über seinen früheren Assistenten.

Geht nicht um Handball

Die Kritik zielt seit Wochen auf den umtriebigen Hanning, der aus dem einstigen Handball-Zweitligisten Füchse einen etablierten Bundesligisten formte. Brand ist neben dem zurückgetretenen Präsidenten Bauer einer der größten Kritiker Hannings. "Seine Persönlichkeit lässt darauf schließen, dass es ihm gar nicht um die Zukunft des Handballs geht, sondern um persönlichen Machtgewinn", sagte der Gummersbacher.

Für die Zukunft fordert Brand eine Strukturreform im DHB: "Es darf nie wieder eine Verquickung von Ämtern in der Bundesliga und im DHB geben. Man kann nicht Geschäftsführer in Berlin und gleichzeitig Vize im DHB sein. Da kann man teilweise schon von Wettbewerbsverzerrung reden."
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