Der nächste Rekord

Bayern-Torjäger Robert Lewandowski war vorbereitet auf sein Jubiläumstor. Hier jubelt er nach dem Treffer zum 1:0 und zeigt auf sein Unterhemd mit der Zahl 100. Thiago (links) und Thomas Müller freuen sich mit ihm. Bild: dpa

Robert Lewandowski feiert mit dem 100. Tor im 168. Bundesligaspiel den nächsten Rekord. Schneller war bisher kein ausländischer Profi. Die Bayern verteidigen mit dem 3:0 in Mainz die Tabellenführung und können mit einem Sieg gegen den BVB ihren Startrekord egalisieren.

In seinem blauen T-Shirt mit der blassroten 100 darauf erinnerte Robert Lewandowski ein wenig an Superman. Voller Stolz präsentierte der Top-Stürmer des FC Bayern München nach seinem Doppelpack beim 3:0 in Mainz die magische Zahl auf seiner Brust, die vor dem mit Spannung erwarteten Topduell gegen den wiedererstarkten Verfolger Borussia Dortmund noch breiter geworden zu sein scheint. Kein Wunder, fegt der polnische Nationalstürmer derzeit doch wie der berühmte Comic-Held durch die gegnerischen Reihen und eilt dabei von Rekord zu Rekord. Schneller als in 168 Spielen knackte bisher kein ausländischer Profi die Marke. In der 52-jährigen Bundesliga-Geschichte waren nur sechs Spieler fixer, darunter Gerd Müller.

Dessen Namenskollege Thomas Müller ballerte in der 21. Minute sogar noch einen Foulelfmeter über das Tor, nahm es aber gelassen: "So kann kein Elfmeter reingehen, wenn man drüber schießt." Zuspruch benötigte er nach dem Fehlschuss nicht. "Müller muss man nicht trösten. Müller ist Müller", sagte Matthias Sammer grinsend.

Bayern-Trainer Pep Guardiola war aber nicht nur von Lewandowski angetan. "Wir haben 85 Minuten sehr gut gespielt", lobte er. Das traf insbesondere auf Flügelflitzer Kingsley Coman zu, der sich mit dem Treffer zum 3:0 (68.) für seinen starken Auftritt vor 34 000 Zuschauern belohnte.

Mit 21 Punkten grüßen die Bayern von der Spitze und können nun gegen Dortmund ihren Startrekord von acht Siegen aus der Saison 2012/13 egalisieren. "Es ist schön, wenn man alle Spiele gewonnen hat, oben steht und ein paar Punkte Vorsprung hat", meinte Kapitän Philipp Lahm zur Konstellation. "Aber das spielt nächste Woche keine Rolle. Da müssen wir gewinnen gegen einen Konkurrenten, der, wie es scheint, lange dabei sein kann."

Als Kampfansage wollte er den souveränen Sieg in Mainz aber nicht verstanden wissen. "Jeder weiß, wie gut wir sind. Da muss man keine Signale mehr irgendwohin senden", sagte Lahm. Die Bayern sind also für den Kracher gerüstet und fiebern dem kommenden Sonntag entgegen. "Das ist ein absolutes Spitzenspiel", sagte Jérôme Boateng. "Ganz Deutschland freut sich darauf."
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