Deutsche enttäuschen im Wurfring: Klaas landet auf Platz sechs, Heidler auf Platz sieben
Betty trifft den Hammer nicht

Da war keine Spur mehr von der früheren Fröhlichkeit, mit der Betty Heidler auch Niederlagen einst weglächeln konnte. "Ich habe den Hammer nicht getroffen", kommentierte die 31 Jahre alte Olympia-Dritte mit bitterer Miene ihren enttäuschenden siebten Platz bei der Leichtathletik-WM am Donnerstag in Peking mit nur 72,56 Metern. "Da kann ich mich auch auf 85 Meter vorbereiten, aber wenn ich ihn nicht treffe, werfe ich auch nicht weiter."

In einer eigenen Hammerwurf-Sphäre bewegt sich dagegen die neue Weltmeisterin Anita Wlodarczyk. Erst schleuderte die Polin ihr Arbeitsgerät auf 80,27 Meter und danach noch auf 80,85 Meter. Damit verfehlte sie ihren am 1. August aufgestellten Weltrekord um nur 23 Zentimeter. "Ich habe mich als souveräne Favoritin gefühlt. Der Titel und der Weltrekord - mehr kann ich nicht verlangen", so Wlodarczyk. Die Dominanz einer WM-Siegerin in dieser Disziplin war noch nie so groß: Die Zweite Wenxiu Zhang aus China warf 76,33 und rund 4,5 Meter weniger weit. WM-Silber holte Alexandra Tavernier (Frankreich/74,02).

Der Abstand zwischen den beiden deutschen Werferinnen war immerhin deutlich geringer. Heidlers Clubkollegin von der LG Eintracht Frankfurt, Kathrin Klaas, schaffte 62 Zentimeter weiter als die Ex-Weltrekordlerin und wurde Sechste. "74 Meter für Platz drei wären machbar gewesen", meinte die EM-Vierte, deren Saison wegen Rückenprobleme nicht optimal verlief.
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