Deutsche Klubs sorgen für Furore

Jürgen Klopp kann endlich wieder lachen. Nach dem bemerkenswerten 4:0-Erfolg bei Galatasaray Istanbul versprach der Dortmunder Trainer sogar: "Wir werden keine Räume mehr hergeben. Ab jetzt sind wir bereit auch für dreckige Siege." Bild: dpa

Die Teams aus der Weltmeister-Liga sorgen auch in der Champions-League für Paukenschläge. Nach den Erfolgen von Bayern und Schalke runden der BVB und Bayer die Erfolgsbilanz ab. Alle vier Mannschaften haben gute Achtelfinal-Chancen.

Die Nationalmannschaft beeindruckte die Fußball-Welt mit dem WM-Titel in Brasilien, nun sorgen auch die deutschen Topclubs auf internationaler Bühne für Furore. Nach den Siegen von Bayern München und Schalke 04 am Dienstag rundeten Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen mit wichtigen Erfolgen die beeindruckende Bilanz am dritten Spieltag der Champions-League ab. Vier Siege gelangen demselben Bundesliga-Quartett in der vorigen Saison erstmals, seinerzeit am zweiten Spieltag.

Einen Tag nach der himmlischen 7:1-Gala der Bayern beim AS Rom und dem glücklichen 4:3 der Schalker gegen Sporting Lissabon machten auch der BVB mit dem 4:0 bei Galatasaray Istanbul und Bayer mit dem 2:0 gegen Zenit St. Petersburg große Schritte Richtung Achtelfinale. Beeindruckend sind auch die insgesamt 17 Tore, die die Teams aus der Weltmeister-Liga gegen die europäische Konkurrenz schossen.

Nach zuletzt dürftigen Vorstellungen wähnt sich der BVB nach der erfolgreichen Therapiestunde am Bosporus auf gutem Weg aus der Krise. "Wir werden keine Räume mehr hergeben. Ab jetzt sind wir bereit auch für dreckige Siege", versprach BVB-Jürgen Klopp. "Wir haben endlich wieder wie Borussia Dortmund gespielt", befand auch Abwehrspieler Sokratis nach zuletzt drei Niederlagen in der Meisterschaft und dem Sturz auf Rang 14. Pierre-Emerick Aubameyang (6./18. Minute), Marco Reus (41.) und Adrian Ramos (83.) sorgten für den höchsten Sieg in der Dortmunder Champions-League-Geschichte. Erfreulich: Der verletzt ausgewechselte Sven Bender hat lediglich eine Ellenbogenstauchung erlitten und dürfte am Samstag im Bundesligaspiel gegen Hannover 96 wieder mitwirken können.

Disziplinierter Auftritt

Ähnlich gut ist die Stimmung unter dem Bayer-Kreuz nach dem 2:0 gegen St. Petersburg. Die Werkself hatte sich gegen den Spitzenreiter der russischen Premier-Liga vom Hurra-Fußball der vergangenen Wochen verabschiedet. "Das war der Schlüssel", lobte Roger Schmidt den disziplinierten Auftritt seiner Profis. "Das Wichtigste war, dass wir unsere Aufgabe erfüllt haben", meinte auch Innenverteidiger Ömer Toprak.

Die Diskrepanz zwischen den Leistungen in der Champions-League und der Bundesliga kann sich Weltmeister Mats Hummels nicht so recht erklären, hält die Berichterstattung darüber aber für tendenziös: "Das gibt es in keiner Mannschaft, dass sie sich nur auf einen Wettbewerb konzentriert. Diese Sachen werden von Außen erzählt."

Doch die Unterschiede sind markant: Als eines von nur zwei Teams neben dem AS Monaco kassierte der BVB in den bisherigen Gruppenspielen der Königsklasse noch kein Gegentor. Auf nationaler Ebene musste Torhüter Roman Weidenfeller dagegen bereits 14 Mal hinter sich greifen.
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