Deutsche landen im Schnee

Statt auf dem Podium landeten die deutschen Langläufer auf der dritten Etappe der Tour de Ski im Schnee. Gleich vier DSV-Athleten machten am Dienstag unliebsame Bekanntschaft mit dem Element, auf dem sie sonst beim Sprint nach vorn stürmen. Platz elf von Hanna Kolb war deshalb noch das Beste im Val Müstair. "Es war nicht unser Tag", kommentierte Bundestrainer Frank Ullrich, der die Leistungen der Sieger würdigte. Marit Björgen aus Norwegen feierte bereits ihren dritten Tagessieg und hat mittlerweile 1:11 Minuten Vorsprung vor Heidi Weng und sogar zwei Minuten vor ihrer vermutlich ärgsten Konkurrentin um den Gesamtsieg, Therese Johaug.

Bei den Herren schaffte der Italiener Federico Pellegrino einen überraschenden Erfolg. Er verwies Petter Northug, der am Dienstag seinen 29. Geburtstag feierte, und Martin Johnsrud Sundby auf die Plätze. Beiden Norwegern werden nun gute Chancen auf den Tour-Sieg eingeräumt.

Trotz ihres Halbfinal-Scheiterns war Hanna Kolb nicht unzufrieden. "Es war ein Schritt nach vorn", meinte sie. Total angefressen waren die beiden größten deutschen Hoffnungen Denise Herrmann und Nicole Fessel. Beide waren in der Qualifikation gestürzt und damit ausgeschieden. Einen Lichtblick gab es für die Distanzläufer Tim Tscharnke (30.) und Thomas Bing (26.), die in einer äußerst engen Konkurrenz ins Viertelfinale einzogen. "Totgesagte leben länger", sagte Ullrich.
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