Deutsche Ski-Fahrerinnen in Form - Viktoria Rebensburg gelingt in Maribor ein guter ...
Lena Dürr überrascht im Slalom

Nach den alpinen Ski-Weltmeisterschaften sind die deutschen Damen weiter erfolgreich. Frauen-Bundestrainer Markus Anwander wollte aber nach dem gelungenen Weltcup-Wochenende im slowenischen Maribor allerdings keine pauschalen Urteile fällen.

"Es ist sicherlich nicht alles gut", sagte er mit Blick auf Viktoria Rebensburgs zweiten Platz im Riesenslalom und dem überraschenden fünften Rang von Lena Dürr im Slalom. "Es ist aber auch nicht alles schlecht gewesen, was vorher schlecht geredet wurde. Die Ergebnisse waren einfach nicht gut." Insbesondere Dürrs unerwartete Vorstellung im slowenischen Regen erklärte Anwander mit dem Schwung aus Colorado: "Das ist sicherlich das Selbstvertrauen, das durch die WM gekommen ist." Ähnlich äußerte sich die 23-Jährige. "Da ist die Sicherheit zurück gekommen", erzählte Dürr.

Besser war die einst als großes Talent gepriesene Dürr zuletzt im Januar 2013 bei ihrem Sieg im Parallel-Slalom von Moskau. Zwei Monate danach gab es einen elften Rang beim Weltcup-Finale. Seither war Dürr nur noch einmal in die Top 20 gefahren. An Weltmeisterin Mikaela Shiffrin aus den USA, die klar vor der Zweiten Veronika Velez Zuzulova aus der Slowakei und der Dritten Sarka Strachova aus Tschechien siegte, wird Dürr so schnell nicht herankommen.

Rebensburg dagegen macht sich berechtigte Hoffnungen auf einen Sieg in den noch ausstehenden zwei Riesenslaloms. Trotz gerade erst auskurierter Erkältung fehlten ihr am Samstag nur 0,04 Sekunden auf Weltmeisterin Anna Fenninger aus Österreich. Die dritte Tina Weirather aus Liechtenstein distanzierte Rebensburg um 26 Hundertstel.

Luftlinie nur rund 250 Kilometer entfernt konnten Österreichs Ski-Fans schon vor Fenningers Sieg jubeln. In Saalbach-Hinterglemm starteten die Abfahrer in Rot-Weiß-Rot mit einem Dreifacherfolg die Wiedergutmachung für das WM-Debakel in der Königsdisziplin. Zwei Wochen nach der Pleite in den Rocky Mountains gewann Olympiasieger Matthias Mayer am Samstag vor dem nur 0,02 Sekunden langsameren Max Franz und vor Hannes Reichelt. Bester DSV-Fahrer war Andreas Sander auf Platz 20. Tags darauf war erneut Mayer auch im Super-G der Schnellste. Zweiter wurde Adrien Theaux aus Frankreich vor Kjetil Jansrud. Die deutschen Starter verpassten allesamt die Punkteränge.
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