Deutsche U17-Junioren treffen am Freitag im EM-Endspiel auf Frankreich
Teamgeist das Erfolgsrezept

Auch nach dem Abpfiff bewies der deutsche Fußball-Nachwuchs Teamgeist. Hand in Hand posierten die U17-Talente vor den Kameras und feierten den Einzug ins EM-Endspiel gegen Frankreich (Freitag/19 Uhr) mit einer La Ola. Das verdiente 1:0 im Halbfinale über Russland sorgte nicht nur bei den Spielern für ausgelassene Stimmung. Erleichtert kommentierte Trainer Christian Wück den imposanten Siegeszug seiner Mannschaft in Bulgarien und bescheinigte ihr erneut einen "1A-Charakter": "Wir sind glücklich und stolz, im Turnier noch kein Gegentor bekommen zu haben."

Wie von Wolfgang Niersbach erhofft, trat die U17 in den vorigen Tagen ähnlich überzeugend auf wie die Löw-Elf bei der WM in Brasilien. Noch vor der Abreise nach Bulgarien hatte der DFB-Präsident die 18 Spieler um Mannschaftskapitän Felix Passlack (Dortmund) an das Erfolgsrezept der Weltmeister erinnert. "Unsere A-Nationalmannschaft hat in Brasilien perfekt vorgemacht, wie man als Einheit zum Erfolg kommt."

Spiel für Spiel setzte das Team diesen Ratschlag um. Sowohl bei den Vorrundensiegen über Belgien (2:0), Slowenien (1:0) und Tschechien (4:0) als auch in den K.-o.-Spielen gegen Spanien (0:0/4:2 im Elfmeterschießen) und Russland profitierten die Deutschen von ihrer taktischen Disziplin und hohen Laufbereitschaft. Mit der Qualifikation für die WM vom 17. Oktober bis 8. November in Chile, die bereits nach dem Krimi gegen Spanien perfekt war, wollen sich die Deutschen nun nicht mehr begnügen. Schließlich ist der erste Titelgewinn in dieser Altersgruppe seit 2009 zum Greifen nah. Damals hatten heutige Stars wie Marc-André ter Stegen, Shkodran Mustafi und Mario Götze zum 2:1-Finalsieg über die Niederlande beigetragen.
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