Deutsche Volleyballer bei EM ein Mitfavorit
Eine Medaille sollte drin sein

Bundestrainer Vital Heynen wird seine Jungs zu Höchstleistungen antreiben. Schließlich sind die Deutschen ein heißer Favorit auf eine EM-Medaille. Bild: dpa
Nach WM-Bronze und dem Sieg bei den Europaspielen in Baku betreten die deutschen Volleyballer bei der EM in Bulgarien und Italien Neuland. Erstmals reist der Weltranglisten-Zehnte von Bundestrainer Vital Heynen als heiß gehandelter Mitfavorit zu einem wichtigen Turnier.

Wo die EM-Reise enden soll, weiß Diagonalangreifer Georg Grozer. "Ich will ins Finale, das ist mein klares Ziel", betonte das 30 Jahre alte Kraftpaket vor dem richtungweisenden Auftakt am Freitag (19.30 Uhr/laola1.tv) gegen Co-Gastgeber Bulgarien. Denn nur der Gruppensieger ist direkt im Viertelfinale. In der deutschen Staffel A sind die Niederlande und Tschechien Pflichtaufgaben.

Die Konkurrenz angeführt von Olympiasieger Russland ist aber groß. "In Europa gibt es noch sechs, sieben weitere gute Mannschaften. Alles ist möglich", erklärte Heynen, der die Deutschen nun schon beim vierten ganz großen Turnier coacht. "Eine Silbermedaille wäre natürlich unglaublich gut."

Auch die Liga traut der Truppe um Kapitän Jochen Schöps eine Menge zu. "Wir werden um die Medaillen spielen", betonte Andreas Bahlburg, Manager der SVG Lüneburg und zugleich Liga-Vizepräsident.

So viel Zuspruch ist schön und gut. Aber gerade die siegreichen vergangenen Monate weckten bei Heynen immer wieder Zweifel, ob seine Mannschaft nicht vielleicht eine Spur zu selbstsicher und dadurch leichtsinnig werden könnte. Um neue Reize zu setzen, lud der 46-Jährige daher während der Vorbereitung zur sogenannten Höllenwoche. TV, Handys und Computer waren verboten, stattdessen sollte die Kommunikation angeregt werden.
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