Deutsches Desaster immer heftiger
Ski alpin

Zagreb.(dpa) Konsterniert stieß Alpinchef Wolfgang Maier seine Skistöcke mit Wucht in den Boden, die deutschen Slalom-Fahrerinnen vergossen Tränen oder blickten deprimiert in den Himmel. Nicht mal einen Monat vor Beginn der alpinen Ski-Weltmeisterschaften in den USA steckt das Torlauf-Team der Damen im sportlichen Nirwana. Platz 21 von Barbara Wirth war beim Sieg von US-Jungstar Mikaela Shiffrin in Zagreb noch das beste Resultat - in Mireia Gutierrez kam selbst eine Athletin aus dem Ski-Entwicklungsland Andorra am Sonntag weiter nach vorn, als alle Deutschen.

Dank vieler Ausfälle im zweiten Durchgang konnte der DSV zwar einen neuerlichen Negativrekord im WM-Winter verhindern, dennoch waren die Vorstellungen aller sieben Starterinnen alles andere als weltmeisterschaftsreif.

Die kriselnden Slalom-Damen um Wirth haben nun am 13. Januar ihre letzte Gelegenheit, die verbandsinterne WM-Norm vor dem Großereignis in Colorado zu erfüllen. Einzig Viktoria Rebensburg ist das bislang gelungen. Die Riesenslalom-Spezialistin, die bislang vor allem in den Speeddisziplinen gute Resultate einfuhr, startet aber nicht im Torlauf.

Schon im ersten Zagreb-Lauf kamen Schmotz, Christina Geiger, Marina Wallner und Maren Wiesler gar nicht erst ins Ziel. Susanne Weinbuchner verpasste den Sprung unter die besten 30. Kaum weniger indiskutabel waren die Ränge 21 von Wirth und 22 von Lena Dürr - allein schon angesichts des Mega-Abstandes nach vorn.

Rodeln Sturz: Palik mit Gehirnerschütterung

Königssee.(dpa) Der deutsche Rodler Ralf Palik hat sich bei einem Unfall beim Weltcuprennen am Königssee eine Gehirnerschütterung zugezogen. Das berichtete Bundestrainer Norbert Loch am Sonntag. Der 24 Jahre alte Sportler aus Oberwiesenthal war im zweiten Lauf gestürzt und mit dem Kopf auf das Eis aufgeschlagen. Eine Untersuchung im Krankenhaus ergab, dass er keine weiteren Blutungen im Gehirn erlitten hatte, wie Trainer Loch sagte. Dennoch müsse Palik, der erstmals in dieser Saison im Weltcup an den Start gegangen war, bis Dienstag zur Beobachtung in der Klinik bleiben.
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