Deutschlands Biathletinnen greifen wieder an - Harte Arbeit zahlt sich aus
Gemeinsam sind sie stark

Schlussläuferin Laura Dahlmeier ist nach dem Staffelsieg von Antholz außer Rand und Band. Die Teamkolleginnen Luise Kummer (links) und Franziska Preuß (rechts) eilen zur Gratulation herbei. Mit dem zweiten Teamerfolg haben die deutschen Biathletinnen erneut gezeigt, dass mit ihnen bei der WM zu rechnen ist. Bild: dpa
Gemeinsam sind sie stark! Auch wenn es nach den Rücktritten von Kati Wilhelm, Magdalena Neuner oder Andrea Henkel für die deutschen Biathletinnen noch keine Einzel-Siege gab, liegt das junge deutsche Damen-Team vor Tschechien und den Weißrussinnen mit der überragenden Darja Domratschewa an der Spitze einer der aussagekräftigsten Weltcup-Tabellen: Der Nationenwertung. Die Männer sind Zweiter hinter Norwegen.

Mit Staffel-Silber und Einzel-Silber durch Erik Lesser hatten die Skijäger schon bei Olympia in Sotschi gezeigt, dass sie angetrieben von Olympiasieger und Weltmeister Mark Kirchner als Cheftrainer im bärenstarken Männerfeld genau auf dem richtigen Weg sind. Nun scheint es, als ob auch bei den Frauen der Neuaufbau gelingt. Schneller als erwartet.

Tolle Entwicklung

"Das ist eine sehr schöne Situation. Wenn man auf so einem Weg ist, dann hat man auch Vertrauen in die Konzeption, in die Vorgehensweise, in das Training, wie das strukturiert ist", sagte Damen-Bundestrainer Gerald Hönig. "Man sieht, dass sich diese Mannschaft von Rennen zu Rennen, von Woche zu Woche weiterentwickelt."

Nach dem zweiten Staffel-Sieg der Saison in einem turbulenten Sturm-Rennen beim Weltcup in Antholz und den ersten Einzel-Podestplätzen durch Franziska Preuß und Laura Dahlmeier hat sich bei einer der jüngsten Weltcup-Mannschaften einiges verändert. "Das Anspruchsdenken, das Anspruchsniveau nimmt natürlich zu", sagte Hönig. Er scheint nach der bitteren Olympia-Pleite das richtige Rezept gefunden zu haben. Zusammen mit seinem neuen Co-Trainer Tobias Reiter hat der 56-Jährige ein Team geformt, das prima harmoniert. Und das Vertrauen mit immer besseren Leistung zurückzahlt. "Wir sollten weiter sachlich arbeiten, und positiv optimistisch in Richtung Kontiolahti fahren", sagte Hönig und gab die Richtung für die Weltmeisterschaft Anfang März in Finnland vor.

Schlussläuferin Laura Dahlmeier, die beim Auftaktsieg in Hochfilzen noch verletzt gefehlt hatte und am Sonntag mit einem fehlerfreien Schießen in der denkwürdigen Wind-Staffel in der Südtirol-Arena brillierte, richtete schon einmal eine Kampfansage an die Konkurrenz: "Nun glaube ich, dass in Kontiolahti alles möglich ist."

Von einer Favoritenrolle will Trainer Hönig nichts wissen. Aber: "Wir sind in der Staffel sicherlich in der Lage, mit den Allerbesten mitzuhalten." Auch in den Einzel-Rennen sind zumindest wieder Podestplätze drin für die deutschen Biathletinnen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Januar 2015 (7957)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.