DFB-Pokal verspricht großen Unterhaltungswert - In der Vorsaison für fünf Erstligisten ...
Underdogs wittern Pokalsensation

Die ewig jungen Duelle zwischen David und Goliath machen im DFB-Pokal auch in diesem Jahr den besonderen Reiz aus. In der vergangenen Saison mussten gleich fünf Erstligisten zum Auftakt des seit 1935 ausgespielten Traditionswettbewerbs ihren Traum vom Pokalsieg und der damit verbundenen direkten Qualifikation für die Europa-League begraben. Insgesamt scheiterten im vorigen Jahr neun Vereine in Runde eins an unterklassigen Clubs. Ein ähnliches Szenario fürchten vor allem die 18 Eliteclubs eine Woche vor dem Bundesligastart auch an diesem Wochenende. Und die spannende Frage für die Fußball-Fans lautet: Wen erwischt es diesmal?

Nicht nur in den Aussagen von Dieter Hecking schwingt die latente Angst der Großen vor der Blamage bei den vermeintlich Kleinen mit. "Es ist ein typisches Erstrunden-Spiel", sagte der Trainer von Titelverteidiger VfL Wolfsburg vor dem Gastspiel am Samstag beim Drittligisten Stuttgarter Kickers. "Gehen wir mit dem nötigen Ernst an die Sache, werden wir weiterkommen. Wenn wir allerdings denken, nur 50 Prozent zu geben, kommen wir nicht weiter."

Lange Jahre war auch Borussia Dortmund für einen frühen Fehltritt im Cup-Wettbewerb gut. In den letzten Jahren lief es für den dreimaligen Pokal-Gewinner und Finalisten der Vorsaison aber besser. Nach dem Willen von Weltmeister Mats Hummels soll das auch am Sonntag beim Drittligisten Chemnitzer FC so bleiben. "Wir müssen dem Gegner von Anfang an das Gefühl geben, dass gegen uns nichts zu holen ist. Dann bleibt uns eine Pokalüberraschung erspart", sagte der Innenverteidiger nach dem 5:0 in der Europa-League-Qualifikation gegen den Wolfsberger AC.

Der FC Schalke 04 war 2014 in Dresden das prominenteste Erstrunden-Opfer. Eine ähnliche Blamage im Revierderby am Samstag beim Zweitliga-Aufsteiger MSV Duisburg wollen die Königsblauen mit dem neuen Trainer André Breitenreiter unbedingt vermeiden. Sonst wäre die neu entfachte Euphorie wohl gleich wieder im Keim erstickt.

Überraschungspotenzial hat auch die Partie von Champions-League-Starter Borussia Mönchengladbach beim gut in die Saison gestarteten Zweitligisten FC St. Pauli. Trainer Lucien Favre will mit seinem Team trotz der Mehrfachbelastung mit Bundesliga und Königsklasse auch im Cup-Wettbewerb weit kommen und die Hürde am Millerntor nehmen.
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