DFB-Präsident der Nachfolger von Theo Zwanziger im Fifa-Exekutivkomitee
Niersbach-Wahl beendet Posse

Für Wolfgang Niersbach ist es der nächste Schritt in seiner ungewöhnlichen Karriere als Sportpolitiker. Für den DFB ist die Wahl seines Präsidenten zum Mitglied des Fifa-Exekutivkomitees aber vor allem das ersehnte Signal für das Ende der peinlichsten Posse unter Deutschlands Fußball-Funktionären, die auch auf internationaler Ebene mit Sorge wie Spott verfolgt wurden.

Wenn Niersbach heute beim Uefa-Kongress in Wien als Gesandter Europas in die sogenannte Fußball-Weltregierung gewählt wird, ist der endgültige Übergang von seinem mittlerweile in Feindschaft verbundenen Vorgänger Theo Zwanziger praktisch vollzogen, auch wenn Zwanzigers Amtszeit formal erst beim Fifa-Kongress im Mai endet.

"Mein Ding ist der deutsche Fußball. Ich will meine Verbindungen, die so schlecht nicht sind, für den deutschen Fußball einbringen - und als Vertreter der Uefa in der Fifa", sagte Niersbach. Den Namen Zwanzigers nimmt er am liebsten gar nicht mehr in den Mund. Spätestens seit dieser seine Vergütungsregelung mit dem DFB von den Ethikkommissaren der Fifa überprüfen ließ, ist für Niersbach das Tischtuch nicht zerschnitten, sondern zerfetzt.

Niersbachs Aussage ist auch eine klare Botschaft, was in den letzten Monaten zum Problem geworden ist. Zwanziger hat sich nach seinem Rückzug als nationaler Verbandschef komplett entfremdet, vom DFB und der Uefa, deren Interessen er eigentlich in der Fifa vertreten soll.
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