DHB-Team: Auftakt nach Maß

Beim Pflichtspieldebüt von Trainer Sigurdsson gelang den deutschen Handballern ein souveräner Sieg über Finnland. Beim zweiten EM-Qualifikationsspiel am Sonntag in Österreich erwartet das DHB-Team jedoch mehr Gegenwehr.

Die deutschen Handballer sind erfolgreich in die EM-Qualifikation gestartet und haben ihrem neuen Trainer Dagur Sigurdsson eine erfolgreiche Pflichtspiel-Premiere beschert. Beim 30:18 (19:8) über Finnland gelang dem DHB-Team der erste Schritt auf dem Weg zur Endrunde Anfang 2016 in Polen. Vor 4148 Zuschauern in der ausverkauften Gummersbacher Schwalbe Arena erzielten Uwe Gensheimer (4) und Steffen Weinhold (4) am Mittwoch die meisten Treffer für den WM-Fünften. Der mühelose Erfolg gegen den zweitklassigen Gegner taugte allerdings nur bedingt als Gradmesser für das schwerere zweite Gruppenspiel am Sonntag in Österreich.

"Insgesamt bin ich zufrieden. In der zweiten Halbzeit hat die Konzentration etwas gefehlt, aber wir haben das Spiel im Großen und Ganzen kontrolliert", bilanzierte Sigurdsson. "In der ersten Halbzeit haben wir das sehr gut gemacht, vor allem im Angriff. Nun werden wir uns bestens auf die Österreicher vorbereiten." Auch Kapitän Gensheimer war mit dem Resultat "sehr zufrieden. Die erste Halbzeit lief optimal, in der zweiten hatten wir ein paar Mankos."

Nach nur wenigen gemeinsamen Trainingseinheiten erwiesen sich die Finnen als idealer Aufbaugegner. Wie schon in den ersten Testspielen unter der Regie des im August als Heuberger-Nachfolger vorgestellten Sigurdsson vor gut einem Monat gegen die Schweiz deutete das deutsche Team einen Aufwärtstrend an. Die Deckung stand zumeist stabil, im Angriff waren mehr Spielkultur und Durchschlagskraft erkennbar.

Ein Fehlstart in die Qualifikation wie vor zwei Jahren, als die Deutschen gleich zum Auftakt gegen Montenegro verloren und am Ende erstmals nicht an der EM teilgenommen hatten, drohte nicht. Nur zu Beginn der Partie konnten die Finnen halbwegs mithalten. Doch mit der ersten Führung beim 4:3 in der 7. Minute übernahm der Gastgeber die Regie. Angeführt von Kapitän Gensheimer und vom Kieler Weinhold baute Deutschland den Vorsprung kontinuierlich aus. Schon zur Pause betrug er elf Tore.

Angesichts der komfortablen Führung ließen es die Sigurdsson-Schützlinge zu Beginn der zweiten Halbzeit zunächst etwas gemächlicher angehen. An ihrer Dominanz änderte sich jedoch nichts. Trotz nachlassender Kreativität im Angriff geriet der Erfolg nie in Gefahr. Bemerkenswert war, dass alle Feldspieler trafen.
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