Die Bayern legen vor

Die Übermacht der Bayern: Der Bamberger Elias Harris (Mitte) versucht sich gegen die beiden Münchner John Bryant (links) und Paul Zipser durchzusetzen. Vergeblich. Bild: dpa

Im Kampf um die deutsche Meisterschaft kommt der FC Bayern der Titelverteidigung einen Schritt näher. Das Team von Trainer Pesic übernimmt im Finale die Führung. Spielmacher Schaffartzik hat mit seinen Teamkollegen "ein klares Ziel vor Augen".

So euphorisch wie beim entscheidenden Sieg in Berlin fiel der Jubel diesmal zwar nicht aus, die Erleichterung war den Basketballern des FC Bayern München aber durchaus anzumerken. Mit einem 84:73 (44:38) hat der Titelverteidiger die erste Final-Partie bei den Brose Baskets Bamberg gewonnen und damit den so wichtigen Heimvorteil erobert. Vor der zweiten Partie am Mittwoch (20 Uhr) führt das Team von Trainer Svetislav Pesic in der Best-of-five-Serie mit 1:0. "Ich habe ein klares Ziel vor Augen. Ich möchte zum zweiten Mal in Folge mit dieser Mannschaft Meister werden", erklärte Spielmacher Heiko Schaffartzik nach dem Auftakterfolg bei den Oberfranken.

Heimnimbus geknackt

Bamberg hatte zuvor nicht nur alle 21 Bundesliga-Spiele zu Hause gewonnen, sondern war auch auswärts in den Play-offs bislang ohne Niederlage geblieben. Bester Werfer bei den Gastgebern war Spielmacher Brad Wanamaker, der trotz seiner 15 Zähler lange nicht ins Spiel fand.

Für den Meister leisteten erneut die großen Spieler einen wichtigen Anteil. Vladimir Stimac war mit 16 Punkten der Topscorer, auch Dusko Savanovic (14) und John Bryant (12) trugen entscheidend zum ersten Sieg im Finale bei. "Stimac gibt der Mannschaft sehr, sehr viel. Seine Offensivrebounds tun dem Gegner richtig weh. Das ist psychologisch extrem wichtig für uns", sagte Schaffartzik. Bryce Taylor steuerte zusätzlich 14 Zähler für die Gäste bei.

Vor dem zweiten Duell haben die Münchner den wichtigen Heimvorteil inne. In vier von fünf direkten Duellen mit den Brose Baskets ging das Pesic-Team als Sieger vom Feld. Zu Hause ist der Titelverteidiger in den Playoffs noch ungeschlagen.
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