Die Bayern-Rundfahrt

Das Team Garmin-Cannondale bestreitet derzeit den Giro 'd Italia und die ebenfalls laufende Tour of California ist für das US-amerikanische Team so etwas wie ein Heimrennen. Dennoch wollte Andreas Klier auf die Bayern-Rundfahrt nicht verzichten - und das habe gar nichts damit zu tun, dass er in München zur Welt kam und aufgewachsen ist, erklärt der sportliche Leiter des Teams. "Die Bayernrundfahrt ist einmalig", sagt Klier über sein Heimrennen.

Organisation und Hotels seien nirgendwo so gut wie bei der Rundfahrt durch den Freistaat. Nach den Zielankünften können die Sportler sofort auch sofort ins Hotel. Bei anderen Rundfahrten sei es nichts Ungewöhnliches, nach einer 200-Kilometer-Etappe noch 200 Kilometer mit dem Auto zu fahren bis endlich das Hotel erreicht ist.

Dazu kenne er keine Rundfahrt, die auf so guten Straßen unterwegs ist wie die in Bayern. "Ich weiß nicht wie Ewald Strohmeier das immer macht", sagt Klier. Der Organisator und die Zuschauer werden für diese Leistung in der Vorbereitung mit einem Top-Fahrerfeld belohnt. Obwohl derzeit zwei Rennen der höchsten Klasse laufen, fahre in Bayern auch in diesem Jahr ein Spitzenklassefeld.

Die meisten Rennfahrer nutzen die Rundfahrt, um nach einer Rennpause und einem längeren Trainingsblock wieder mit den Rennen zu beginnen. "Viele machen nach den Frühjahrsklassikern in Belgien und den Niederlanden eine Pause, trainieren dann und starten in Bayern in den zweiten Teil der Saison." Für viele sei der Höhepunkt dieses zweiten Teils die Tour de France.

Über Tour-Kandidaten in seinem Team will Klier nicht spekulieren, das sei mit der Rennstallleitung noch nicht abgesprochen erklärt er. Weil viele Sportler in Bayern ins Renngeschehen zurückkehren, werde bei der Rundfahrt nicht ganz so hart gefahren, wie zum Saisonhöhepunkt. "Aber wir sind Profis und wenn es um den Sieg geht, dann gehen die Sportler bis an die Schmerzgrenze und auch darüber." (wüw)
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