Die Nürnberger enttäuschen in Braunschweig - Vor Derby gegen 1860 unter Druck
Club-Sturm nur laues Lüftchen

Nürnbergs Jakub Sylvestr (rechts) konnte in Braunschweig vorne nichts ausrichten. Er wurde von seinen Mitspielern aber auch in Stich gelassen. Einmal mehr wurde deutlich: Der Club hat ein Offensivproblem. Bild: dpa
Eine Woche nach seinem gelungenen Einstand gegen Spitzenreiter Ingolstadt trug Nürnbergs neuer Trainer René Weiler seine erste Niederlage mit Fassung. "Wir haben vorne die Durchschlagskraft vermissen lassen. Ohne große Torchancen kann man kein Spiel gewinnen", erklärte der Schweizer nach dem 0:1 bei Eintracht Braunschweig. "Es war nicht alles so schlecht, wie das Ergebnis vermuten lässt. Aber es führt dazu, dass wir nächste Woche gegen 1860 München eine Reaktion zeigen sollten. Wir müssen daran arbeiten, wie wir offensiv stärker werden und uns mehr Chancen kreieren."

Nach dem 2:1 beim Debüt zu Hause haderte der Trainer am Montagabend allerdings nicht nur mit dem Spiel nach vorne. "Braunschweig hat ein Tor gereicht, um uns zu schlagen. Das Tor war gut gespielt von Braunschweig, aber eigentlich sind wir da genügend Leute, um das zu verteidigen", analysierte der Schweizer.

Nutznießer war Havard Nielsen (38. Minute), der bei seinem siebten Saisontreffer einen schönen Rückpass von Hendrick Zuck eiskalt verwandelte. Dank des fünften Sieges in Serie liegen die Braunschweiger nach dem 15. Spieltag erstmals auf einem Aufstiegsplatz in der dicht gedrängten Tabelle. Zwischen Rang zwei und Platz acht liegen nur zwei Punkte.

Dagegen steckt der FCN unten fest und hat nur vier Zähler Vorsprung auf die Abstiegszone. "Es ist bitter, dass wir wieder Punkte haben liegen lassen. Wir müssen in der Offensive mehr Chancen kreieren. Wir haben es da zu selten geschafft, uns durchzusetzen", erklärte Alessandro Schöpf: "Auswärts sind wir bislang zu harmlos. Da müssen wir auch mal einen Punkt mitnehmen. Wir wissen, dass wir es können."

Nach fünf Niederlagen in den vergangenen sechs Auswärtsspielen ist der Druck vor den nächsten Heimbegegnungen schon jetzt wieder riesengroß. Am Montag, 8. Dezember, ist der ebenfalls im Tabellenkeller feststeckende TSV 1860 München zu Gast.
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