Die zwei Sieggaranten

Die Matchwinner der Bayern: Der Torschütze zum 2:0, David Alaba (links), nimmt den Schützen des 1:0, Arjen Robben, vor Freude in den Schwitzkasten. Bild: dpa

Alles andere als meisterwürdig präsentiert sich Bayern München beim abstiegsgefährdeten VfB Stuttgart. Dank der Ausnahmekönner Robben und Alaba reicht es auch so zum ersten Rückrundensieg.

Der erleichterte Pep Guardiola wusste nach einer nicht gerade titelreifen Vorstellung seines FC Bayern, bei wem er sich in erster Linie zu bedanken hatte. "Die Qualitäten von Robben und Alaba waren der große Unterschied", lobte der Trainer des deutschen Rekordmeisters nach dem befreienden 2:0 (1:0) beim Lieblingsgegner VfB Stuttgart seine beiden Kunstschützen, die den Tabellenführer nach zwei Spielen ohne Sieg wieder auf Titelkurs führten.

Arjen Robben bewertete seinen genialen Volleyschuss zur überraschenden und auch schmeichelhaften Führung in der 41. Minute bescheiden als "wichtig". Er freue sich, dass er getroffen habe. "Aber nicht nur für mich, vor allem für die Mannschaft." Nach dem schlechten Rückrundenstart sei "es Zeit für drei Punkte" gewesen, konstatierte der quirlige Niederländer nach seinem zwölften Saisontor. Superstark war auch der traumhafte Freistoßtreffer von David Alaba aus 26 Metern zum 0:2 (51.).

Abgesehen von erdrückendem Ballbesitz sowie ineffektivem Hin-und-Her-Geschiebe zwischen eigenem Sechzehner und Mittellinie war vom haushohen Favoriten lange nichts zu sehen. Die geschickt verteidigenden und gut gestaffelten Stuttgarter ließen den behäbigen Bayern kaum Raum zur Entfaltung. Aber "unseren ersten Fehler nutzte Arjen super aus", bemerkte VfB-Trainer Huub Stevens nach der Schlüsselszene der Partie anerkennend. "Es gibt nicht viele Spieler, die so schießen können wie Arjen", bescheinigte der Niederländer seinem Landsmann. Dass Robben einen besonderen Stellenwert im Star-Ensemble genießt, unterstrich Torhüter Manuel Neuer: "Wir sind dank Arjen in die Spur gekommen. Er ist sehr wichtig für die Mannschaft." Der Spitzenreiter wirkte gegen das neue Schlusslicht alles andere als titelreif. Die Weltmeister Bastian Schweinsteiger, Mario Götze und der nach der Pause eingewechselte Müller konnten keine Akzente setzen. Taktgeber Xabi Alonso versteckte sich häufig als Libero alten Stils. Und Robert Lewandowski blieb als Torjäger alles schuldig.

Guardiola gab unumwunden zu, dass Bayern sich verbessern müsse, um "unser altes Niveau" zu erreichen. Aber der Star-Coach bat um Verständnis: "Man kann nicht elf Monate immer auf hohem Niveau spielen und gewinnen, gewinnen. Wir sind nicht perfekt."
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