Djokovic will den Rekord

Novak Djokovic jubelt nach seinem Fünf-Satz-Sieg im Halbfinale der Aus-tralian Open gegen den Schweizer Stanislas Wawrinka. Im Endspiel trifft der Serbe am Sonntag auf Andy Murray aus Schottland. Bild: dpa

Zum fünften Mal steht Novak Djokovic im Endspiel der Australian Open - so oft wie zuvor nur Roger Federer und Stefan Edberg. Dem von Boris Becker trainierten Serben gelang die Revanche gegen den Titelverteidiger. Maria Scharapowa will eine bittere Serie beenden.

Ein Jahr nach dem Start des belächelten Trainer-Experiments mit Boris Becker steht Novak Djokovic vor einem historischen Grand-Slam-Erfolg. Der Weltranglisten-Erste aus Serbien entschied am Freitag ein bizarres Halbfinal-Duell mit Vorjahressieger Stan Wawrinka nach 3:30 Stunden mit 7:6 (7:1), 3:6, 6:4, 4:6, 6:0 für sich und könnte als erster Spieler in der Geschichte des Profi-Tennis zum fünften Mal bei den Australian Open in Melbourne triumphieren.

Im Endspiel trifft der 27 Jahre alte Serbe am Sonntag (9.30 Uhr MEZ) auf den nur eine Woche älteren Olympiasieger Andy Murray aus Schottland. Im Damen-Endspiel stehen sich am Samstag (9.30 Uhr MEZ/beide Eurosport) Serena Williams und Maria Scharapowa gegenüber.

"Wir kennen uns schon sehr lange und haben mit elf oder zwölf Jahren zum ersten Mal gegeneinander gespielt", sagte Djokovic und betonte vor dem 24. Duell mit dem US-Open-Sieger von 2012 und Wimbledon-Champion von 2013: "Ich werde das beste Match im Turnier spielen müssen. Er wird sehr motiviert sein, hier seinen ersten Titel zu holen", sagte Djokovic, als er zehn Minuten nach Mitternacht Ortszeit zur Pressekonferenz erschien. Im direkten Vergleich führt der Australian-Open-Gewinner von 2008, 2011, 2012 und 2013 mit 15:8.

Djokovic spielte gegen den 29 Jahre alten Schweizer erst im fünften Satz wie die Nummer eins der Tennis-Welt aufspielte und zuvor seinen prominenten Coach auf der Tribüne immer wieder an den Rande der Verzweiflung trieb. Zeitweise war das Geschehen in der Rod-Laver-Arena mehr Qual als Kunst. 49 unerzwungene Fehler leistete sich der Serbe, sogar 69 der 29 Jahre alte Schweizer.
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