Doping-Opfer Bonk tot

Der frühere Gewichtheber Gerd Bonk ist tot. Der einst als "stärkster Mann der Welt" bekannte Olympia-Zweite von 1976 starb am Montag nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 63 Jahren in seinem Heimatort Greiz, wie die Doping-Opfer-Hilfe (DOH) am Dienstag unter Berufung auf die Witwe mitteilte. Ende September war Bonk nach einem Totalzusammenbruch und zweifacher Reanimation ins Koma gefallen.

Der Superschwergewichtler schaffte 1975 im Stoßen 246,5 Kilogramm und überbot ein Jahr später seinen Weltrekord noch einmal um sechs Kilogramm. Doch das gelang ihm nicht nur durch seine enorme Muskelkraft, sondern vor allem durch Doping. Nachdem der 150-Kilo-Mann 1984 die Leistungen nicht mehr brachte, wurde er aussortiert und erhielt in seinem damaligen Sportclub Karl-Marx-Stadt keine medizinische Betreuung mehr. Kurz nach seinem Karriereende wurde Bonk zum Invaliden. Mit den Worten "Verheizt von der DDR, vergessen vom vereinten Deutschland" hatte er sein Leben einmal beschrieben.
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