Dortmund mit Torflut und Gladbach mit etwas Glück weiter - FC Augsburg nimmt sich jetzt die ...
Die Hälfte der Bundesligisten im Pokal raus

Trainer Stefan Effenberg wurde mit seinen Paderbornern mit fürchterlichen Prügeln aus Dortmund verabschiedet. Der SC ging bei der Borussia mit 1:7 total unter. Bild: dpa
Dass der Pokal seine eigenen Gesetze hat, erlebten schon neun der 18 bis zur 2. Runde gescheiterten Erstligisten schmerzlich. Wie in der vergangenen Saison erreichte nur die Hälfte der Fußball-Bundesligisten das Achtelfinale - weniger waren es mit acht Clubs nur im Pokal 2009/10. In den acht Spielen des zweiten Pokal-Aktes am Mittwoch blieben die Überraschungen allerdings aus.

"Effe" und der Lerneffekt

Dafür wurde gute Unterhaltung geboten - immerhin fielen 33 Tore. Für ein 7:1-Schützenfest sorgte Borussia Dortmund gegen den SC Paderborn mit dem prominenten neuen Trainer Stefan Effenberg. "Das Ergebnis ist schon krass", gab der gezähmte "Tiger" zu. "Aber ich habe der Mannschaft gesagt: Kopf hoch!" Nach zwei Siegen in der 2. Liga will er das Debakel beim BVB schnell abhaken und den dritten Erfolg am Samstag gegen den FSV Frankfurt ins Visier nehmen. "Wichtig ist, daraus zu lernen."

Einen ähnlich souveränen Spaziergang ins Achtelfinale machte Bayer Leverkusen beim 6:0 beim Regionalligisten Viktoria Köln. Nach dem 4:4 gegen den AS Rom und dem 4:3 gegen den VfB Stuttgart läuft die Torproduktion des Werksclubs weiter auf Hochtouren. "Die Mannschaft strahlt sehr viel Freude am Fußballspielen aus", stellte Bayer-Trainer Roger Schmidt fest, der schon vor der Partie angekündigt hatte: "Wir wollen das Maximale" - nämlich ins Pokal-Endspiel am 21. Mai 2016.

Aus einem 13. Finaleinzug wird es für Schalke 04, das mit 0:2 gegen Borussia Mönchengladbach verlor, in dieser Saison nichts. "Natürlich sind wir enttäuscht, dass wir diese Pokalrunde nicht überstanden haben", meinte Trainer André Breitenreiter. "Ich finde aber, wir haben heute ein klasse Spiel gemacht und die beste erste Halbzeit der Saison gespielt. Darauf können wir aufbauen."

Glück im Unglück hatten die mit Personalproblemen kämpfenden Gladbacher, die einen langen Ausfall von Tony Jantschke befürchteten. Er hatte sich bei einer Attacke von Pierre-Emile Højbjerg an der Schulter verletzt. "Nicht so schlimm", sagte Jantschke nach der Untersuchung am Donnerstag. Dennoch war Borussia-Manager Max Eberl erbost: "Das ist schon rücksichtslos, wie Schalke Fußball spielt, gerade, wenn sie zurückliegen." In der Liga hatte der Schalker Johannes Geis vier Tage zuvor mit einem bösen Foul André Hahn schwer verletzt.

Die Null sehr wichtig

Weit entfernt von hohen Zielen ist der Bundesliga-Tabellenletzte FC Augsburg. Der Krisenclub nutzte den Pokal, um Selbstvertrauen für die angestrebte Wende in der Liga zu bekommen. "Wenn wir weiter so spielen, werden auch die Punkte kommen", hoffte Augsburgs Coach Markus Weinzierl nach dem 3:0-Befreiungsschlag in Freiburg. "Jetzt wollen wir am Samstag Mainz weghauen." Alexander Esswein, einer der Torschützen in Freiburg, pflichtete seinem Coach bei: "Es war eine sehr gute Reaktion auf das 1:5 gegen Dortmund. Wichtig war auch, dass wir zu Null gespielt haben, das gibt uns Rückenwind und Auftrieb für das Spiel gegen Mainz."
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