Dost sorgt für die Wende

Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking (links) wusste, bei wem er sich für den 5:3-Sieg in Bremen zu bedanken hatte. Bei der Auswechslung umarmte er seinen erneut mit zwei Treffern erfolgreichen Torjäger Bas Dost, der kurz nach der Pause mit dem Doppelschlag für die Wende sorgte. Bild: dpa

Das war ein Offensivspektakel wie zu besten Bremer Zeiten! 3:2 führte Werder zur Pause gegen Wolfsburg. Binnen weniger Minuten direkt nach der Halbzeit drehte der Tabellenzweite dank Dost aber das Spiel.

Bas Dost - wer sonst? Der phänomenale Torjäger des VfL Wolfsburg hat in einem irren Fußball-Spektakel die Erfolgsserie von Werder Bremen beendet. Beim 5:3 (2:3) drehte und entschied der Niederländer nach dem Seitenwechsel mit seinen Rückrundentreffern zehn und elf die höchst abwechslungsreiche Partie. Die beiden besten Bundesliga-Mannschaften des neuen Jahres unterhielten am Sonntag die 40 100 Zuschauer im Weserstadion mit ihrem Offensiv-Feuerwerk aufs Beste - nur die beiden Trainer rauften sich angesichts der Abwehrfehler die Haare.

Neben dem formidablen Dost (48. und 50. Minute) trafen für Wolfsburg auch Daniel Caligiuri (10./53.) sowie Maximilian Arnold (18.). Der SV Werder kam durch Zlatko Junuzovic (9.), Franco di Santo (16.) und ein kurioses Eigentor von Vieirinha (28.) zu seinen Treffern. Mit der elften ungeschlagenen Bundesliga-Partie in Serie stellte Wolfsburg seinen Vereinsrekord ein und bleibt acht Punkte hinter dem FC Bayern Tabellenzweiter. Bremen kassierte nach sechs Spielen wieder eine Niederlage und ist nun Tabellenneunter, fünf Punkte hinter einem Europa-League-Platz.

"Wir haben uns innerhalb von sieben, acht Minuten alles kaputt gemacht", sagte Bremens Geschäftsführer Thomas Eichin und klagte über "saudumme" Gegentore. Wolfsburgs ehemaliger Werderaner Naldo meinte: "Die Spiele hier sind immer etwas besonderes. In der ersten Halbzeit war Werder überragend, in der zweiten Halbzeit waren wir cleverer."

Das Spiel der beiden erfolgreichsten Rückrunden-Teams hielt, was es versprochen hatte. Angesichts des Offensivspektakels fühlten sich die Bremer Fans zumindest an alte Europacup-Zeiten erinnert. Nach der verdienten Werder-Halbzeitführung aber ermöglichten eklatante Abwehrschwächen den Wolfsburgern die Wende. Trotz sieben Partien in 23 Tagen war dem VfL ein Kräfteverschleiß nicht anzumerken. Am Tag nach der Terrorwarnung durch die Bremer Polizei bot das spektakuläre Spiel genug sportlichen Gesprächsstoff.

66 Stunden nach dem Erreichen des Achtelfinales in der Europa League durch das 0:0 bei Sporting Lissabon rotierte VfL-Trainer Hecking wie erwartet und brachte vier neue Spieler. So musste Weltmeister Andre Schürrle erstmals nach seinem Rekordtransfer zunächst auf die Bank. Das Spiel nahm schnell Fahrt auf, wobei es vor allem in den ersten Minuten und kurz nach der Pause Schlag auf Schlag ging.
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