Dritter beim Heim-Weltcup in Willingen - Kamil Stoch siegt vor Peter Prevc
Freund fliegt erneut aufs Podest

Auf Severin Freund ist Verlass. Der deutsche Top-Skispringer schaffte beim Heim-Weltcup in Willingen Platz drei und freut sich bei der Siegerehrung. Bild: dpa
Nach seinem finalen Super-Flug aufs Podest stand Severin Freund glücklich im Auslauf und ließ sich genüsslich von den Fans feiern. Mit dem dritten Platz beim Kult-Weltcup in Willingen unterstrich Deutschlands Top-Skispringer erneut seine Klasse und die Medaillenambitionen für die Weltmeisterschaften in drei Wochen. Zum Auftakt des Weltcup-Triples musste der Skiflug-Weltmeister am Freitagabend nur Doppel-Olympiasieger Kamil Stoch aus Polen und dem Slowenen Peter Prevc den Vortritt lassen.

"Dass es wieder für das Podium gereicht hat, ist sehr, sehr schön. Es war ein hochklassiger Wettkampf", sagte Freund. "Das war ein sehr gelungener Auftakt", lobte Bundestrainer Werner Schuster seine Nummer eins. "Er ist nicht weit weg gewesen und kann beide schlagen", analysierte Schuster.

Stoch lieferte mit 147,5 und 142 Metern eine grandiose Flugshow ab und feierte neben dem zweiten Saisonerfolg auch den Sieg-Hattrick in Willingen. Im Vorjahr hatte er zweimal vor Freund gelegen, der den zweiten Rang nach Sprüngen auf 135,5 und 146 Meter dieses Mal nur um 0,5 Punkte verfehlte.

Für Freund war es im WM-Winter bereits der siebte Podiumsplatz. Wie versprochen ging der Team-Olympiasieger nach seiner Weltcuppause in der Vorwoche mit frischen Kräften und viel Elan in den Wettbewerb. Zur Halbzeit lag er als Sechster in Lauerstellung und schob sich dann mit dem weitesten Satz im Finaldurchgang noch nach vorne. "Beim ersten Sprung hat er einen kleinen Fehler gemacht, der zweite war richtig gut", erklärte Schuster. In der Gesamtwertung bleibt Freund mit 813 Punkten vorerst Fünfter. Die Führung behauptete Vierschanzentourneesieger Stefan Kraft aus Österreich (1043), der Siebter wurde.

Von den deutschen Springern gefiel vor 8147 Zuschauern auch Markus Eisenbichler, der mit 140 und 131 Metern Zwölfter wurde. Eine glatte Enttäuschung war dagegen erneut der Auftritt von Richard Freitag. Der zweimalige Saisonsieger belegte mit 131 und 135 Metern nur den 17. Rang. Zufriedener war Lokalmatador Stephan Leyhe, der 24. wurde. Angefeuert von seiner Familie und zahlreichen Freunden sprang der Nordhesse auf 134,5 und 126,5 Meter. Marinus Kraus stellte sich nach seiner Weltcup-Pause in ordentlicher Form vor. Der Team-Olympiasieger sprang mit 133 und 130 Metern auf den 18. Platz. Routinier Michael Neumayer wurde 26. und muss im Teamwettbewerb an diesem Samstag (16.00 Uhr) wie Leyhe zuschauen.
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