Drittligist Würzburger Kickers fordert Werder Bremen - Trainer Hollerbach hofft auf Überraschung
"Mit Respekt, aber ohne Angst"

Mit Überraschungen kennt sich Bernd Hollerbach aus. Erst im vergangenen Jahr, in seiner Debütsaison als Würzburger Trainer, führte er die Kickers als Fußball-Viertligist in die 2. Runde des DFB-Pokals. So fällt es dem ehemaligen HSV-Profi nicht schwer, diesmal wieder in einer solchen Rolle in den Wettbewerb zu starten. "Werder spielt zwei Klassen über uns, ist ein etablierter Bundesligist mit einer sehr guten Mannschaft und einem ausgezeichneten Trainer. Wir sind der klare Außenseiter", erklärte Hollerbach, der sein Team auffordert, "mit Respekt, aber ohne Angst" ins Spiel gegen Bremen am Samstag (15.30 Uhr) zu gehen.

Im Vorjahr trafen die Kickers zunächst auf Fortuna Düsseldorf (3:2 nach Verlängerung) und anschließend auf Eintracht Braunschweig (0:1). Erfahrung mit Teams, die zwei Klassen höher spielen, konnte der Aufsteiger in die 3. Liga also bereits sammeln. "Die beiden Spiele gegen Düsseldorf und Braunschweig waren echte Festtage für den Verein, die Fans und die ganze Region. Das hat keiner vergessen, der dabei war", beschreibt der 45 Jahre alte Trainer die letztjährigen Pokalduelle mit den Zweitligisten.

Glaubt man der Statistik, stehen Würzburgs Chancen auf eine Überraschung gar nicht so schlecht. Zuletzt schied Bremen in drei der vergangenen vier Spielzeiten in der ersten Runde aus. Nicht Bayern, Dortmund oder Schalke, sondern Heidenheim, Münster, Saarbrücken und Bielefeld beendeten zuletzt die Pokalträume des sechsmaligen Cup-Siegers von der Weser. "Das sagt gar nichts. Gerade im Pokal bringt der Blick auf die Statistik einen nicht wirklich weiter", erklärte Hollerbach. In der Liga ist seine Mannschaft mit zwei Remis aus zwei Partien ordentlich in die neue Spielzeit gestartet.

Die Bremer, die mit den Abgängen der Stürmer Davie Selke (RB Leipzig) und Franco di Santo (FC Schalke 04) einen personellen Aderlass zu verkraften haben, zeigten sich in der Vorbereitung gut aufgelegt. Die Elf von Trainer Viktor Skripnik bezwang Europa-League-Gewinner FC Sevilla mit 3:1 und will nun einen tadellosen Start in die neue Pflichtspiel-Saison.
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