DTM: Konkurrenz sieht in Zandvoort nur die Bremslichter - Fünferpack und Siebenfacherfolg
BMW schafft den Befreiungsschlag

Marco Wittmann vor António Félix da Costa: BMW-Fahrer prägten das Bild der DTM-Rennen in Zandvoort. Bild: dpa
BMW hat den historischen Siebenfacherfolg im Deutschen Tourenwagen Masters am Sonntag mit einem Fünferpack veredelt. Der junge portugiesische Formel-1-Testfahrer Antonio Felix da Costa holte in Zandvoort mit einem Start-Ziel-Sieg seinen ersten DTM-Erfolg und jubelte am Funk: "Danke! Ich liebe BMW." Der Brasilianer Augusto Farfus wurde Zweiter, Bruno Spengler aus Kanada komplettierte das BMW-Podest im achten von 18 Saisonrennen. Dahinter folgten Ex-Formel-1-Fahrer Timo Glock und Titelverteidiger Marco Wittmann im Pulk. Bester Fahrer ohne BMW-Antrieb wurde Mercedes-Mann Pascal Wehrlein als Sechster vor Mattias Ekström im Audi.

Tags zuvor hatte Wittmann mit seinem ersten Platz die elf Monate währende BMW-Sieglosserie beendet und die Bayern zu einem DTM-Rekord geführt. Sieben Fahrzeuge einer Marke auf den Plätzen eins bis sieben hatte es in mehr als 31 Jahren noch nie gegeben. Bislang stand die Bestmarke bei sechs Autos eines Herstellers auf den vordersten Rängen.

"Mit einem derart historischen Resultat konnten wir nicht rechnen. Wir wissen das aber richtig einzuschätzen, denn es lösen sich nicht alle Probleme über Nacht", sagte Motorsportchef Jens Marquardt. In den ersten fünf Saisonrennen war BMW nicht in die Top 3 gekommen. In Mercedes und insbesondere Audi müssen nun bis zum nächsten Rennen in Spielberg am ersten August-Wochenende die Klatsche von der niederländischen Nordsee-Küste verarbeiten. Nach vier Siegen aus den ersten vier Rennen gelang den Audi-Fahrern weder am Norisring vor zwei Wochen noch auf dem Circuit Park Zandvoort ein Podestresultat. Kleiner Trost für Audi: Jamie Green behält mit 81 Punkten trotz zweier Nullrunden in den Niederlanden seine Gesamtführung.

Ergebnisse

Samstag

7. Lauf (25 Runden à 4,307 km = 107,675 km): 1. Marco Wittmann (Markt Erlbach) - BMW M4 42:30,240 Min.; 2. António Félix da Costa (Portugal) - BMW M4 + 0,464 Sek.; 3. Maxime Martin (Belgien) - BMW M4 + 2,229; 4. Augusto Farfus (Brasilien) - BMW M4 + 3,768; 5. Bruno Spengler (Kanada) - BMW M4 + 4,514; 6. Timo Glock (Thurgau/Schweiz) - BMW M4 + 6,054; 7. Tom Blomqvist (England) - BMW M4 + 7,273; 8. Mike Rockenfeller (Landschlacht/Schweiz) - Audi RS5 + 7,837; 9. Nico Müller (Schweiz) - Audi RS5 + 8,677; 10. Pascal Wehrlein (Worndorf) - AMG-Mercedes C63 + 9,041; ...12. Christian Vietoris (Gönnersdorf) - AMG-Mercedes C63 + 12,906; 14. Timo Scheider (Lochau/Österreich) - Audi RS5 + 17,847; 15. Maximilian Götz (Uffenheim) - AMG-Mercedes C63 + 20,492

Sonntag

8. Lauf (39 Runden à 4,307 km = 167,973 km): 1. da Costa 1:02:07,601 Std.; 2. Farfus + 0,473 Sek.; 3. Spengler + 1,091; 4. Glock + 1,710; 5. Wittmann + 4,975; 6. Wehrlein + 10,954; 7. Ekström + 11,275; 8. Vietoris + 11,567; 9. Tambay + 11,910; 10. Paffett + 12,247; 11. Rockenfeller + 12,661; ...15. Scheider + 16,853; 16. Götz + 18,319

Fahrer-Wertung

Nach 8 von 18 Läufen: 1. Green 81 Pkt.; 2. Ekström 76; 3. Wehrlein 76; 4. Mortara 58; 5. Wickens 57; 6. Spengler 52
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