Duell um Gruppensieg

Tabellenführer gegen Verfolger: Bei der Handball-WM treffen am Dienstag im Top-Spiel der Vorrundengruppe D Deutschland und Dänemark aufeinander. Die deutsche Auswahl gewann ihre ersten Spiele gegen Polen (29:26) und Russland (27:26). Uwe Gensheimer (links) erzielte gegen die Russen neun Tore. Rechts Paul Drux. Bild: dpa

Die deutschen Handballer spielen bei der WM in Katar das dritte schwere Spiel nacheinander. Im Top-Duell der Vorrundengruppe D geht es gegen Dänemark um den Gruppensieg. Zugleich treffen ein Mentor und seine einstigen Zöglinge aufeinander.

Uwe Gensheimer plusterte die Backen auf, dachte kurz nach und schüttelte den Kopf. Nicht einmal der Kunstwurfexperte hat einen Trick parat, mit dem er Dänemarks Nationaltrainer Gudmundur Gudmundsson überraschen kann. "Das wird schwierig", sagte der Kapitän der deutschen Handball-Nationalmannschaft. Am Dienstag (19 Uhr/Sky) sind der Linksaußen und seine Kollegen bei der WM in Katar nicht nur gegen den WM-Zweiten gefordert, sondern auch gegen seinen ehemaligen Club-Trainer bei den Rhein-Neckar Löwen.

Im Spitzenspiel der Vorrundengruppe D zwischen Tabellenführer Deutschland und Verfolger Dänemark gibt es keine Geheimnisse. "Die Weise, wie er seine Mannschaften spielen lässt, kennen wir sehr gut. Aber das wird nicht das Entscheidende sein. Es kommt auf die Tagesform an und dass wir daran glauben, die Dänen schlagen zu können", sagte Bundestrainer Dagur Sigurdsson. Er und sein einstiger Mentor sind gut befreundet, telefonieren für gewöhnlich regelmäßig miteinander und kennen ihre jeweiligen Spielweisen aus dem Effeff. Dazu kommt, dass Gensheimer und Rechtsaußen Patrick Groetzki vier Jahre lang unter Gudmundsson trainiert haben. "Es ist natürlich etwas Besonderes. Da spielt man gegen seine ehemaligen Spieler. Aber während des Spiels vergisst man das", meinte Gudmundsson. Der Isländer hat vor dieser Saison Erfolgstrainer Ulrik Wilbek abgelöst, der zum Sportdirektor im dänischen Verband aufgestiegen ist.

Das Duell der beiden gemeinsamen Ausrichter der Männer-WM 2019 ist nach Meinung beider Trainer bereits das Spiel um den Gruppensieg, wenngleich dann noch zwei Spieltage offen sind. "Wenn wir Erster sein wollen, müssen wir gewinnen", legte sich Sigurdsson fest und fügte an: "Wir werden die Sache positiv und aggressiv angehen."

Bis nach dem Spiel ruhen alle Freundschaften. "Die Dänen wissen ungefähr, was wir spielen, wir wissen, was die Dänen spielen. Es wird wie immer darauf ankommen, dass man im Spiel die richtigen Entscheidungen trifft", sagte Uwe Gensheimer, der beim 27:26-Erfolg am Sonntag gegen Russland neun Tore warf.
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