Ein toller Heim-Weltcup
Alpine Viktoria Rebensburg zwei Mal auf dem Podest

Ein Erinnerungsfoto für eine Ex-Kollegin: Die frühere Skirennläuferin Nicole Hosp (vorne) macht von sich, der Zweitplatzierten Viktoria Rebensburg (hinten von links), Super-G-Siegerin Lara Gut und der Drittplatzierten Lindsey Vonn ein Bild. Bild: dpa

Viktoria Rebensburg ist neben Superstar Lindsey Vonn die Fahrerin der Stunde im Alpin-Skizirkus. Mit zwei Podestplätzen in Garmisch untermauert die Oberbayerin ihre Ansprüche im Gesamtweltcup. Eine Erkenntnis von der Kandahar macht nicht nur ihr Hoffnung.

Garmisch-Partenkirchen. Nach ihrem zweiten Rang im Super-G kam Viktoria Rebensburg aus dem Grinsen kaum noch heraus, beim Selfie auf dem Podium schäkerte sie neben Siegerin Lara Gut und Lindsey Vonn. Mit zwei Top-3-Plätzen hat die deutsche Vorzeige-Skirennfahrerin auch in Garmisch-Partenkirchen ihre starke Form untermauert und Lust gemacht auf den finalen Dreikampf um die Weltcup-Gesamtwertung.

Das Selbstvertrauen könnte bei der holprig in die Saison gestarteten Kreutherin inzwischen kaum größer sein, vor allem nach diesem Sonntag: Erstmals seit mehr als einem Jahr gelang es Rebensburg, in einem Speed-Rennen vor Rekord-Frau Vonn zu bleiben. "Natürlich ist es schön, wenn man sieht, dass die Lindsey schlagbar ist", sagte Rebensburg, die 0,08 Sekunden Vorsprung auf Vonn ins Ziel rettete. Dass es für die Zeit von Siegerin Gut nicht reichte - geschenkt. "15 Hundertstel ist nur ein Wimpernschlag, aber deshalb bin ich trotzdem sehr, sehr happy", resümierte die Riesenslalom-Olympiasiegerin von 2010. "Das ist etwas ganz Spezielles."

Nachdem ihr beim Heim-Weltcup noch nie ein vorderer Rang gelungen war, klappte es dank Platz drei in der Abfahrt am Samstag und der Steigerung 24 Stunden später gleich doppelt. "Ich hätte mir das Wochenende nicht besser wünschen können."

Der Kampf um die große Kristallkugel wird zwischen den Fahrerinnen entschieden, die auch am Sonntag in Garmisch ganz vor waren - diese Prognose wurde noch einmal gefestigt. Vonn, die die Abfahrt am Samstag dominiert hatte, geht mit 87 Zählern Vorsprung auf Gut und 240 auf Rebensburg in die nächsten Rennen am kommenden Wochenende in Crans Montana. Einig waren sich alle drei Kontrahentinnen übrigens darin, jetzt noch nicht über Weltcupstände reden zu wollen. "Das ist etwas für die Medien", fand Vonn, bei der sich die Enttäuschung in Grenzen hielt, den neunten Erfolg im zehnten Speed-Rennen der Saison verpasst zu haben.

Dank Hündchen Lucy hatte die Rekordfrau im Pressezelt andere Sorgen, spätestens als das Tier vor das Podium pinkelte. "Ups, sorry", meinte Vonn, ehe sie Lucy zum Interview auf den Arm nahm.
Natürlich ist es schön, wenn man sieht, dass die Lindsey schlagbar ist.Viktoria Rebensburg
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