Eishockey
Adler Mannheim muss Flügel ausfahren

Trainer Greg Ireland (Bild) ist bei Adler Mannheim vor Wochenfrist gefeuert worden. Der DEL-Meister bangt um das Erreichen zumindest der Pre-Play-offs. Bild: dpa

Hannover. Trainerwechsel, neue Spieler, Kampfansagen: Die Clubs der Deutschen Eishockey-Liga rüsten sich für den spannendsten Vorrunden-Endspurt seit langem. Wenn die DEL am Freitag nach der Spielpause den Endspurt der letzten acht Vorrunden-Spieltage einläutet, hat noch kein einziges Team die Playoff-Teilnahme sicher. Zwölf von 14 Clubs kämpfen noch um die Titel-Chance.

Vor allem für Champion Adler Mannheim steht viel auf dem Spiel. "Wir stehen unterm Play-off-Strich, dies kann möglicherweise sogar bedeuten, dass wir nicht einmal die Pre-Play-offs erreichen. Mit unserer Mannschaft ist das ein absolutes Unding", schimpfte Adler-Geschäftsführer Daniel Hopp vor dem Derby am Freitag in Schwenningen und wechselte in der Pause kurzerhand den Trainer: Der ungeliebte Greg Ireland musste gehen.

Mit dem bisherigen Assistenten Craig Woodcroft will der Meister nun noch einmal angreifen und die Chance auf die Titelverteidigung wahren. Auf Platz sechs (Wolfsburg), der zur Viertelfinal-Teilnahme sicher reichen würde, haben die Adler bereits sieben Zähler Rückstand. Damit müsste Mannheim zunächst in die Pre-Play-offs (Platz 7-10). Ähnliches droht Vize-Meister Ingolstadt (11./61 Punkte), Ex-Champion Köln (9./62) und den Hamburg Freezers (10./62). Die Außenseiter Straubing (8./63) und Augsburg (12./61) könnten die Saison zweier DEL-Schwergewichte früher als erwartet beenden.

Berlin setzt Zeichen


Selbst Tabellenführer Eisbären Berlin (80 Punkte) will vor dem Gastspiel am Freitag beim Sechsten Wolfsburg noch nicht für das Play-off-Viertelfinale planen. "Wir müssen auch auf die Pre-Play-offs vorbereitet sein", sagte Eisbären-Coach Uwe Krupp. Angesichts von 14 Zählern Vorsprung auf Rang sieben klingt dies freilich ein wenig albern, auch wenn der wiedererstarkte Ex-Meister nur noch drei Heimspiele in der Vorrunde hat. Mit der Verpflichtung des NHL-erfahrenen slowakischen Nationalverteidigers Milan Jurcina für den Schlussspurt setzte Berlin noch einmal ein deutliches Zeichen.

Nur knapp dahinter drängen sich die Düsseldorfer EG (79), der EHC München (78) und die Iserlohn Roosters (76). Vor allem für die hoch ambitionierten Münchener ging es zuletzt deutlich aufwärts. "Den ersten Platz holen wir uns schon noch", tönte Neuzugang Konrad Abeltshauser bereits vor dem Duell gegen den Fünften Nürnberg (74).

Allerdings kassierte der EHC vor der Pause eine 1:2-Heimniederlage gegen die DEG, die trotz der angespannten Personalsituation allen Problemen trotzt und die von vielen Experten als Überraschungs-Saison abgetane vergangene Spielzeit erneut bestätigt. Daniel Kreuzer steht derweil vor einem Meilenstein. Noch drei Punkte fehlen dem DEG-Kapitän, um erfolgreichster Scorer der DEL-Geschichte zu werden. "Wenn ich das geschafft habe, nimmt mir das auch so schnell keiner mehr", sagte Kreutzer, der aktuell bei 783 Punkten in seiner Karriere steht.
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