Eishockey
Blue Devils 2:5 beim EHC Klostersee

Die Blue Devils müssen drei Spiele vor Ende der Vorrunde weiter um das Heimrecht in den Pre-Play-offs bangen. Am Freitag verlor der Tabellenachte beim Vorletzten EHC Klostersee mit 2:5. Eine Niederlage, die Trainer Markus Berwanger richtig ärgerte.

Grafing. Die Blue Devils (8./43 Punkte) verpassten am Freitag die Chance, mit einem Sieg beim EHC Klostersee (10./35) den Vorsprung gegenüber dem spielfreien ERC Sonthofen (9./38) auszubauen. Stattdessen setzte es für die Oberpfälzer im Grafinger Eisstadion eine 2:5 (0:0, 1:2, 1:3)-Niederlage. Damit müssen die Weidener weiter um Platz acht zittern, der in den Pre-Play-offs das Heimrecht im ersten und - falls nötig - entscheidenden dritten Spiel garantiert.

Sonthofen oder Klostersee? Auf eines der beiden Teams werden die Blue Devils in den Pre-Play-offs von 4. bis 8. März treffen - und beide liegen den Weidenern nicht. Das 2:5 am Freitag in Grafing war die dritte Niederlage im vierten Match gegen den EHC und auch gegen die ebenso unangenehmen Allgäuer haben die Devils drei der vier Duelle verloren.

"Es liegt uns nicht, das Spiel zu machen", sah Trainer Markus Berwanger wieder einmal ein großes Problem seiner Mannschaft. Richtig sauer war er aber, weil sich einige Spieler nicht die kompletten 60 Minuten an die taktischen Vorgaben gehalten haben: "Ich betone immer, wie wir spielen müssen. Wir spielen aber oft zu kompliziert und sterben in der Offensive in Schönheit."

Im torlosen ersten Drittel neutralisierten sich beide Teams weitgehend. Die Abwehrreihen hatten alles im Griff, so dass nur wenige zwingende Aktionen zu verzeichnen waren. Ihr einziges Überzahlspiel während der gesamten 60 Minuten ließen die Blue Devils schon in der Anfangsphase ungenutzt verstreichen.

Nach Wiederbeginn durften die rund 400 Zuschauer dann Tore bejubeln. Zunächst traf Philipp Quinlan (25. Minute) für die Gastgeber, doch nur zwei Minuten später besorgte Stefan Ortolf mit seinem 15. Saisontreffer den Ausgleich. Dabei blieb es bis zum ersten Powerplay der Grafinger. Als Ralf Herbst in der Kühlbox saß, brachte der US-Amerikaner Charlie Taft die Gastgeber erneut in Führung (37.).

Von den Blue Devils kam offensiv auch weiterhin zu wenig. Der EHC dagegen legte im Schlussdrittel nach. Rafael Kaefer (43.) und Anthony Ast (49./Überzahl) erhöhten auf 4:1. Mit zwei Powerplay-Toren bei drei Versuchen hatten die Grafinger eine gute Quote. "In den letzten Spielen waren wir in Unterzahl gut, heute waren die zwei Gegentore der Knackpunkt", sagte Berwanger. Tomas Divisek (52.) gelang zwar noch der Anschlusstreffer zum 2:4, doch zu mehr reichte es nicht mehr. Drei Sekunden vor der Schlusssirene traf Charlie Taft noch zum 5:2-Endstand.

Sonntag Derby gegen Selb


Am Sonntag um 18.30 Uhr steigt in der Weidener Hans-Schröpf-Arena das Derby gegen die Selber Wölfe (6./58). Dabei stehen beide Teams gleichermaßen unter Druck. Die Blue Devils brauchen die Punkte im Kampf um Rang acht. Die Oberfranken wollen unbedingt den sechsten und damit letzten direkten Play-off-Platz behaupten.
Wir spielen oft zu kompliziert und sterben in der Offensive in Schönheit.Markus Berwanger, Trainer der Blue Devils Weiden
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