Eishockey
DEB-Team im Viertelfinale

Fünf Jahre lang mussten die Eishockeyfans drauf warten. Jetzt hat es das DEB-Team bei einer WM wieder ins Viertelfinale geschafft. Dementsprechend jubelten die Spieler. Bild: dpa

Mit einem 4:2 gegen Ungarn hat sich Deutschland bei der Eishockey-WM für das erste Viertelfinale seit 2011 eingeschossen. Am Donnerstag muss die DEB-Auswahl dann auch argen Verletzungssorgen trotzen. Der deutsche Gegner wird am Dienstag ermittelt.

St. Petersburg. Die von großem Verletzungspech gebeutelten deutschen Eishockey-Cracks haben mit einem Zittersieg gegen Ungarn eine Blamage vor dem ersten WM-Viertelfinale seit 2011 verhindert. Ohne vier verletzte Stammspieler erkämpfte sich das Team von Bundestrainer Marco Sturm am Montagabend ein 4:2 (0:1, 1:0, 3:1) gegen den krassen Außenseiter, dem der direkte Wiederabstieg droht. "Im Hinterkopf hat man vielleicht gehabt, dass man schon qualifiziert ist. Die Ungarn haben um ihr Leben gespielt", sagte NHL-Verteidiger Korbinian Holzer.

Deutschland beendet die Gruppe B in St. Petersburg damit auf jeden Fall als Dritter. Der Gegner des Viertelfinals am Donnerstag wird am Dienstag ermittelt. Infrage kommen WM-Gastgeber Russland, Tschechien und Schweden. Gegen die Skandinavier hatte Deutschland das bislang letzte WM-Viertelfinale vor fünf Jahren in Bratislava 2:5 verloren.

Patrick Hager (32. Minute), Denis Reul (42.), Constantin Braun (58.) und Marcel Goc (60.) schossen die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) zum vierten Vorrundensieg bei dieser Weltmeisterschaft. Dies hatte es zuletzt vor 23 Jahren gegeben. Damals belegte Deutschland am Ende Rang fünf. "Wir haben gezeigt, dass das deutsche Eishockey einen Schritt nach vorn gemacht hat", meinte Torschütze Braun. Istvan Sofron (10.) und Kevin Wehrs (46.) trafen für die vom Coach des deutschen Zweitligisten Löwen Frankfurt, Rich Chernomaz, betreuten Ungarn.

Die erste Viertelfinal-Teilnahme Deutschlands seit fünf Jahren stand schon vor dem letzten deutschen Vorrundenspiel fest, da Frankreich am Nachmittag gegen Kanada 0:4 verloren hatte. Nach sieben Spielen in zehn Tagen hat die DEB-Auswahl nun erstmals zwei Tage am Stück frei und kann am letzten Vorrunden-Spieltag am Dienstag entspannt zuschauen. Die Pause zum Kräftesammeln wird dringend benötigt.

Zu den bisherigen WM-Ausfällen Tobias Rieder und Gerrit Fauser kamen am Montag zwei weitere hinzu. Auch für den Kölner Abwehrspieler Torsten Ankert ist die WM nach einem Sehnen-Einriss in der Hüfte beendet. Für das Viertelfinale droht zudem noch der Ausfall von Felix Schütz.

Der Stürmer ging während des ersten Drittels am Montag vorzeitig vom Eis und kam nicht mehr wieder. "Das wäre bitter, schweißt uns aber zusammen", sagte Holzer zum drohenden WM-Aus von Schütz.
Die Ungarn haben um ihr Leben gespielt.Verteidiger Korbinian Holzer.
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