Eishockey
EHC München kann Sekt kaltstellen

Der EHC München jubelte auch im dritten Finalspiel um die deutsche Eishockey-Meisterschaft. Nach dem 4:1-Heimsieg über die Grizzlys aus Wolfsburg führen die Oberbayern in der Best-of-seven-Serie mit 3:0. Bild: dpa

Der EHC München steht kurz vor seiner ersten Krönung als deutscher Eishockey-Meister. Die Mannschaft von Trainer Don Jackson feierte am Dienstag beim 4:1 (1:0, 1:0, 2:1) gegen die Grizzlys Wolfsburg ihren dritten Sieg in der Playoff-Finalserie und braucht nur noch einen weiteren Erfolg zur ersehnten Titelparty.

München. Der Hauptrundenerste der Deutschen Eishockey Liga (DEL) kann schon am Freitag (19.30 Uhr/Servus TV) in Wolfsburg alles perfekt machen. Vor 6142 Zuschauern in der ausverkauften heimischen Halle erzielten Uli Maurer (11. Minute), Jeremy Dehner (30.), Mads Christensen (52.) und Jason Jaffray (60.) die Treffer für die dominierenden Münchner. Die Grizzlys ließen vor allem in ihrem Überzahlspiel stark zu wünschen übrig und müssen ihren Traum von der ersten Meisterschaft schon so gut wie begraben. Der Treffer von Tim Hambly (57.) im Power Play kam zu spät.

"Ich weiß auch nicht, woran es lag. Wir sind irgendwie nicht ins Spiel gekommen", sagte Grizzlys-Angreifer Christoph Höhenleitner bei Servus TV schon nach dem ersten Drittel. Zwar war von Beginn an Tempo in der Partie, die Niedersachsen hatten jedoch große Probleme, überhaupt ins Münchner Drittel zu kommen. Insgesamt ließen sich beide Mannschaften in dem eher taktisch geprägten Spiel wenig Raum.

Der EHC war in der Offensive effektiver, völlig verdient fiel die Führung. Matt Smaby fasste sich von der Blauen Linie ein Herz und Maurer, der schon seit 2010/11 an der Isar spielt, fälschte ab. Erst in den letzten Minuten kamen die Grizzlys etwas auf, André Reiss scheiterte aber rund drei Minuten vor dem Drittelpfiff. "Wir müssen mehr laufen und besser in unseren Special Teams werden", forderte Reiss mit Blick auf das Wolfsburger Überzahlspiel.

Kapital konnten die von personellen Problemen geplagten Grizzlys aus solchen Situationen aber nicht schlagen. Viel zu bissig und clever agierten die Münchner. Nach einem rasanten Konter erhöhte Dehner auf 2:0. Die Wolfsburger kämpften - blieben aber im Sturm viel zu blass. Acht Minuten vor dem Ende gelangten die Münchner gegen kräftemäßig abbauende Wolfsburger nochmals entscheidend in Überzahl. Nach einem hervorragend ausgespielten Power Play über Keith Aucoin versetzte Christensen die bayerischen Fans schon in einen Freudentaumel.
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