Eishockey
Favoriten machen es

Der Vorrunden-Erste aus München und die Grizzlys Wolfsburg haben zum Auftakt des Playoff-Halbfinals um die deutsche Eishockey-Meisterschaft ihre Heimspiele gewonnen. Die nächste Runde findet am Freitag statt.

München/Wolfsburg. Die Favoriten EHC München und Grizzlys Wolfsburg haben sich in ihren ersten Halbfinalspielen um die deutsche Eishockey-Meisterschaft durchgesetzt. Der Vorrunden-Primus EHC bezwang am Mittwoch in der ersten Partie der Serie "Best-of-Seven" die Kölner Haie 5:1 (0:1, 3:0, 2:0). Der Halbfinal-Dauergast Wolfsburg setzte sich gegen die Nürnberg Ice Tigers mit 6:2 (1:1, 4:1, 1:0) durch.

In München gingen vor 5530 Zuschauern die Gäste durch Marcel Ohmann in Führung. Doch der EHC konterte. Mads Christensen, Jerome Samson und Frank Mauer brachten die Bayern in Führung. Den Haien steckte das schwere Viertelfinale - sieben Spiele gegen den DEL-Rekordmeister Eisbären Berlin - scheinbar noch in den Knochen. Im letzten Drittel schraubten Michael Wolf und zum zweiten Mal Mauer das Ergebnis noch auf 5:1. Münchens Trainer Don Jackson, früherer Meistermacher in Berlin, hatte schon vor der Partie den Mund ziemlich voll genommen. "Der EHC wird deutscher Meister, weil wir genau dafür trainieren", hatte er erklärt.

Auch die Grizzlys liefen vor 3343 Zuschauern zunächst einem Rückstand hinterher. Yasin Eliz hatte die Gäste in Führung geschossen. Aber Robert Bina, Sebastian Furchner, Kurti McLean und Brent Aubin sorgten danach für eine beruhigende Führung. Marek Voakes und Daniel Widing schossen noch die Tore fünf und sechs gegen die Tigers, die zum ersten Mal seit 2007 in die Runde der letzten Vier vorgestoßen sind. Patrick Reimer, der Nürnberger Top-Torjäger der Deutschen Eishockey-Liga (DEL), ging am Mittwoch leer aus.

Wegen seines zweiten Playoff-Halbfinalspiels am Freitag musste der achtmalige deutsche Meister aus Köln einen kuriosen Streit mit dem Deutschen Handball-Bund beilegen. Wegen einer fehlerhaften Doppelbelegung der Multifunktionsarena gerieten die Haie in Konkurrenz zum zeitgleich geplanten Länderspiel der Männer-Europameister gegen Dänemark. Der DHB wich nun auf den Samstag aus.
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