Eishockey
Pflichtsieg zum Auftakt

Deutschlands Eishockey-Nationalteam hat mit dem 5:0 gegen Japan die erste Hürde auf dem Weg zum Olympia-Comeback genommen. Bester Spieler war der Sohn eines Olympia-Helden. Deutschlands nächster Gegner wurde am Donnerstag deklassiert.

Riga. Schon wenige Minuten nach dem 5:0 gegen Japans Eishockey-Exoten kamen Erinnerungen an glückliche deutsche Olympia-Momente hoch. Stanley-Cup-Sieger Tom Kühnhackl wurde nach dem deutschen Auftakt-Pflichtsieg in der Olympia-Qualifikation intern zum besten Spieler auserkoren und durfte sich in der Kabine zum Dank den berühmten Pepita-Hut von Trainer-Legende Xaver Unsinn aufsetzen.

"Das hat er sich verdient", sagte Bundestrainer Marco Sturm nach der besseren Trainingseinheit am Donnerstag. Gegen den Außenseiter schoss Kühnhackl junior in Riga sein zweites Tor (25. Minute) im dritten Länderspiel. 40 Jahre nachdem sein Vater Erich Kühnhackl mit dem Team des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) und Trainer Unsinn in Innsbruck sensationell die olympische Bronzemedaille gewonnen hatte.

Um in zwei Jahren im südkoreanischen Pyeongchang zumindest wieder bei den Winterspielen dabei zu sein, muss der aktuelle DEB-Kader, nominell deutlich besser besetzt als der Bronze-Kader von 1976, das Turnier in Riga gewinnen. "Das Spiel ist schon abgehakt", sagte Sturm daher ganz fokussiert auf das angestrebte Olympia-Comeback mit seinem Luxuskader: "Jetzt kommen andere Gegner und wahrscheinlich auch bessere." Schon am Freitag (14.30 Uhr/Sport 1) wartet Österreich, das am Abend beim herben 1:8 gegen Deutschlands letzten Gegner Lettland (Sonntag, 17 Uhr/Sport 1) allerdings den Nachweis jeglicher Klasse schuldig blieb.

"Das ist eine Arbeitermannschaft. Da kommt einiges auf uns zu", warnte Sturm dennoch vor Österreich, das gegen die Gastgeber enttäuschte. Selbst Japan präsentierte sich beim lockeren deutschen 5:0 (2:0, 3:0, 0:0) nicht so schlecht wie der nächste DEB-Gegner. Neben Kühnhackl trafen Brooks Macek (4.), Patrick Hager (18.), Tobias Rieder (23.) und Felix Schütz (28.). "Das war ein guter Auftakt ohne Gefahr. Das war wichtig", sagte DEB-Präsident Franz Reindl.
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