Eishockey
Tigers wollen kein Risiko eingehen

Bayreuth. Ab Freitag, 15. April, treffen die Bayreuth Tigers im Play-off-Finale um die deutsche Oberliga-Meisterschaft auf die Tilburg Trappers aus den Niederlanden. Die sportliche Aufstiegsfrage ist bereits vor dem ersten der maximal fünf Finalspiele geklärt. Die Trappers dürfen - wie schon seit Saisonbeginn bekannt - nicht in die DEL2 aufsteigen. Somit hält Bayreuth, auch im Falle einer Finalniederlage, das sportliche Aufstiegsrecht in Händen. Noch vor dem sportlichen Absteiger aus der DEL2, den Heilbronner Falken.

Damit haben die Verantwortlichen in Bayreuth ab sofort alle Hände voll zu tun, um zu prüfen, ob ein DEL2-Aufstieg auch finanziell machbar ist. Die Bewerbungsunterlagen hatten sie rechtzeitig eingereicht. Nachdem die Bayreuther lange abgewartet haben, wie sich die Play-offs entwickeln, gibt es seit dem Halbfinal-Triumph gegen den EV Regensburg keine Ausreden mehr. "Die Mannschaft hätte den Aufstieg verdient. So eine Chance gibt es nicht oft", sagte Bayreuths Vorsitzender Matthias Wendel dem "Nordbayerischen Kurier". Doch im gleichen Atemzug bekennt er: "Ein finanzielles Risiko werde der Club nicht eingehen. Wenn wir die Zweitklassigkeit irgendwie stemmen können, werden wir den Aufstieg wahrnehmen." Dafür bräuchte es jedoch um die 700 000 Euro mehr als in der Oberliga Süd. Die Einnahmen aus den Play-off-Spielen 2016 konnte der Club zumindest dafür verwenden, um den Verein zu entschulden.

Ob sich jetzt noch Sponsoren und Gönner finden, die den Club in die DEL2 hieven, muss abgewartet werden. Viel Zeit bleibt nicht, ehe die Lizenzunterlagen komplett sein müssen. Und eine weitere Frage gilt es zu klären. Wer wird Wendels Nachfolger, denn der Vorsitzende stellt sich nicht mehr zur Wahl.
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