Eishockey
Tom Kühnhacklkurz vor Stanley-Cup-Sieg

Als dritter Deutscher nach Uwe Krupp (1996 und 2002) und Dennis Seidenberg (2011) kann Tom Kühnhackl (Bild) den Stanley-Cup gewinnen. Dem Sohn von Eishockey-Legende Erich Kühnhackl fehlt mit den Pittsburgh Penguins noch ein Sieg zum Triumph. Bild: dpa

San Jose. Der Name Kühnhackl steht für große deutsche Eishockey-Geschichte, schon am Donnerstag könnte ein weiteres glanzvolles Kapitel dazukommen. Tom Kühnhackl, der Sohn des deutschen Eishockeyspielers des Jahrhunderts Erich Kühnhackl, fehlt nur noch ein Sieg, um als dritter Deutscher Stanley-Cup-Sieger zu werden. Durch einen 3:1-Erfolg bei den San Jose Sharks am Montag (Ortszeit) liegen der Landshuter und seine Pittsburgh Penguins in der Finalserie der nordamerikanischen Profiliga NHL mit 3:1 vorn.

Ein Sieg fehlt noch


Bereits am Donnerstag (Ortszeit) können die Penguins mit einem Heimsieg zum vierten Mal den Stanley Cup gewinnen. Kühnhackl junior wäre nach Uwe Krupp (1996 und 2002) und Dennis Seidenberg (2011) erst der dritte Deutsche, der die weltweit begehrte Trophäe im Eishockey gewinnt. "Wir müssen wissen, dass wir unsere beste Leistung bringen müssen, um den vierten Sieg zu holen. Und die Sharks werden ihr Bestes geben", meinte Pittsburgh-Kapitän Sidney Crosby.

Doch die Aussichten für die Pens sind glänzend: In der Endspiel-Geschichte der NHL sind 31 von 32 Teams Meister geworden, die 3:1 vorne lagen. Pittsburgh hat nun gleich drei Chancen auf den Titel, will aber bereits die erste nutzen.

Dem Vater nie vergönnt


Gleich in seiner ersten NHL-Saison würde für Tom Kühnhackl damit gleich in doppelter Hinsicht etwas in Erfüllung gehen, was seinem berühmten Vater nie vergönnt war: Nach einem Einsatz in der weltweit stärksten Liga auch den Stanley Cup zu gewinnen. Erich Kühnhackl, der in Deutschland anerkannt beste Spieler der nationalen Eishockey-Geschichte, wechselte nie in die NHL.

Der Sprung über den Atlantik war Kühnhackl senior in den 80er Jahren suspekt. "Ich war da mal einen Monat in New York. Die hatten Interesse, aber ich bin dann lieber in Deutschland geblieben", erzählte Erich Kühnhackl einmal. Sein 24 Jahre alter Sohn war erst Anfang Januar aus dem Farmteam der Pens in die NHL hochgezogen worden und spielt seitdem Seite an Seite mit den Weltstars Crosby und dem Russen Jewgeni Malkin. Am Montag verpasste Tom Kühnhackl in der 24. Minute mit einem Pfostenschuss seinen ersten Treffer in der Finalserie.
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